Das Deckblatt in der Bewerbung:

Funktionsweise und Vorteile


Deckblatt Bewerbung

 

Ein einseitiges Anschreiben plus Lebenslauf mit Passbild – das sind die Basics einer Bewerbung. Inhaltlich ist die Bewerbung damit schon komplett. Jedoch hat sich inzwischen das Deckblatt zur Bewerbung etabliert, und zwar zu Recht. Denn das Deckblatt bietet auf jeden Fall Vorteile, die Ihre Bewerbung unterstützen können. Deshalb sollte gut überlegt werden, ob Sie sich für oder gegen ein Bewerbungsdeckblatt entscheiden.



Das Deckblatt bietet Raum für ein großes Bewerbungsfoto

 
Bilder transportieren mehr Emotionen als jeder Text. Schon deshalb spielen Bilder bei der Produktwerbung eine entscheidende Rolle. Funktionierende Strategie: Viel Bild und wenig Text, um Gefühle beim Betrachter zu wecken!

Auch bei der Bewerbung der eigenen Person sollten Sie zusätzlich auf die Bildsprache setzen. Legen Sie Wert auf ein erstklassiges Foto vom Profi, lächeln Sie offen und freundlich in die Kamera und zeigen Sie sich von Ihrer Schokoseite. Erfahrungsgemäß gilt der Blick des Personalers immer zuerst dem Bewerbungsfoto - bevor auch nur eine Zeile gelesen wird. Je sympathischer Sie auf dem Bild wirken, desto offener ist der Leser für Ihren Text.

Der richtige Rahmen, um Ihr großes Bewerbungsfoto gekonnt in Szene zu setzen, ist das Deckblatt. Dort platziert, erfüllt es genau das, was es soll, nämlich dem Betrachter einen möglichst emotionalen Eindruck von Ihrer Person zu vermitteln und an das Unterbewusstsein des Lesers zu appellieren.

Ein kleines Foto im Passbildformat 4,5x6 cm oben rechts in der Ecke des Lebenslaufs wirkt bei weitem nicht so stark, wie es ein großformatiges Foto im designten Deckblatt vermag. Machen Sie sich Gedanken, inwieweit Sie diesen besonderen Vorteil für sich nutzen. Aber: Der Erfolg steht und fällt mit der Qualität Ihres Bewerbungsfotos. Schlechten Fotos oder schlechten Designs sollten Sie besser keinen großen Rahmen geben.


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Das Deckblatt bietet Platz für Design und Kreativität

Das Deckblatt ist nicht nur ein weißes Blatt mit Foto. Ganz wesentlich ist die kreative Gestaltung, damit es hochwertig aussieht und den Leser anspricht. Im Idealfall schafft es das Deckblatt spielend, Neugier und Interesse an der Person dahinter zu wecken.

Dabei ist es von Vorteil, wenn Deckblatt, Lebenslauf und Anschreiben optisch aufeinander abgestimmt werden. Das gilt sowohl für die farbliche als auch grafische Gestaltung - alles muss zusammenpassen. Eigentlich logisch, auch die Schriftgröße und Schriftart sollten einheitlich daherkommen, nur so wird ein Look daraus.

Wie aufwendig das Deckblatt gestaltet wird, hängt von vielerlei Faktoren ab. Einerseits ist es von Belang, wo Sie sich bewerben. Ein Mediengestalter wird hier andere Maßstäbe anlegen als ein Bankkaufmann. Andererseits kommt ein Bewerbungsschreiber bei der Deckblattgestaltung schnell an die Grenzen seiner PC-Kenntnisse. Ein aufwendiges Deckblatt erfordert unbedingt Erfahrung mit einem Grafikprogramm. Viele Bewerbungsschreiber nutzen deshalb fertig designte Bewerbungsvorlagen.

 

   EXTRATIPP
 
Wenn Sie eine Farbe für Ihr Deckblatt (und die restliche Bewerbung) aussuchen, ist es eine Idee, sich farblich am Branding des Unternehmens zu orientieren. Dazu müssen Sie beispielsweise die genauen RGB-Farben des Logos analysieren, um dann die Farbe exakt in Ihre Bewerbung zu übernehmen. Wenn es gut läuft, kommt Ihre Farbwahl den Personalentscheidern vertraut vor und man schätzt, dass Sie sich Mühe gemacht haben.

Es gibt zwar keine Statistik, die darlegt, ob eine Bewerbung in Firmenfarben bessere Erfolgsquoten hat. Ein Pluspünktchen könnte es aber geben! Übrigens: Clever ist, darauf zu achten, nicht unbedingt die Farbe der direkten Konkurrenz in der Bewerbung zu verwenden.

 

Für welche Farbe oder welches Design Sie sich letztendlich entscheiden, ist reine Geschmackssache. Grundsätzlich gilt für Bewerbungen folgende Faustregel: Beim Thema Bewerbung und Design besser einen Gang zurückschalten, denn niemand weiß, wie der Bewerbungsleser so tickt. Mancher ist eher konservativ gestrickt und erschreckt beim Bewerbungscheck durch zu viel Farbe und Design.

Achtung: Die Gestaltung des Deckblatts lässt auch immer Rückschlüsse auf die Bewerberin oder den Bewerber zu. Häufig mehr als gewollt! Stimmen die Abstände? Wurden die Ränder eingehalten? Welche Farben werden bevorzugt? Ist der Mensch modern und kreativ oder entscheidet er sich für klassisch und konservativ? Vieles ist aus der Wahl des Deckblatts abzulesen. Im Umkehrschluss heißt das aber auch, wenn Sie keine Zeit und Mühe in ein Deckblatt investieren möchten, lassen Sie es besser weg.

 


Deckblatt einfach  Deckblatt modern  Designerdeckblatt    
 Einfaches Deckblatt             Modernes Deckblatt            Designer Deckblatt

 

 

Das Deckblatt erhöht den Wiedererkennungswert

Ein besonderes Design oder eine schöne Farbe fällt garantiert auf und bleibt im Gedächtnis. Das kann im Bewerbungsverfahren ein weiterer Vorteil sein. Hierbei geht es  nicht ums Motto „auffallen, um jeden Preis“, sondern um „ach ja, an diese besondere Bewerbung kann ich mich erinnern“. Wenn viele inhaltlich vergleichbare Bewerbungen nebeneinanderliegen, wird auch gerne mal nach der Bewerbung mit dem schönsten Deckblatt gegriffen.

Schaden kann es jedenfalls nicht, wenn eine Bewerbung nicht nur inhaltlich, sondern ebenso optisch überzeugt. Auch wenn es ungerecht erscheint, Optik kann sogar ein Entscheidungskriterium sein. Schließlich ist ein Personalentscheider auch nur ein Mensch, der sich seinen Emotionen unterordnen muss.

 

Das Deckblatt fungiert als Informationsblatt

Es gibt keine konkreten Vorschriften, was ein Deckblatt alles enthalten muss. Aber erfahrungsgemäß nutzen Personaler die Deckblätter als übersichtliches Infoblatt für die Kontaktdaten. Zwar stehen die persönlichen Infos zusätzlich auf dem Anschreiben und oben auf Ihrem Lebenslauf, das ist genau so gewollt. Wenn Ihr künftiger Chef mit Ihnen Kontakt aufnehmen möchte, braucht er nicht wild in den Unterlagen zu blättern, sondern findet z.B. die Telefonnummer auf dem kurzen Weg.

 

Die folgenden Angaben gehören auf jedes Deckblatt

 


   Das Wort "BEWERBUNG"
Dass es sich um ein Bewerbungsdeckblatt handelt, muss für jeden Betrachter sofort erkennbar sein. Aber das ist nicht ausreichend. Schreiben Sie auch, als was Sie sich bewerben, dazu. Viele große Unternehmen schalten parallel Stellenangebote. Deshalb sollte auch die Position, auf die Sie sich bewerben, deutlich sein.
" Bewerbung als Bilanzbuchhalterin "
 
 

   Ihre "KONTAKTDATEN"
 
                     Vorname Nachname
                      vollständige Anschrift
                     Telefonnummer, ggf. Mobilnummer
                     E-Mail-Adresse
                      ggf. Social Media

 


   "GEBURTSDATUM"
 
Manchmal ist es sinnvoll, z.B. bei Azubis, das Geburtsdatum mit aufzunehmen.

 


   "AKTUELLES DATUM"
 
Auch das aktuelle Datum kann mit dargestellt werden (sollte dann aber unbedingt mit dem Datum von Anschreiben und Lebenslauf übereinstimmen).

 


   Das "BEWERBUNGSFOTO"
 
Besonders schön siehts aus, wenn die Kleiderwahl, der Bildhintergrund und die Farben des Deckblatts aufeinander abgestimmt sind. Um das zu erreichen, muss alles gut durchgeplant sein. Aber es lohnt sich, denn so wirkt das Deckblatt einfach perfekt. Bringen Sie unbedingt die Vorlage Ihres Deckblatts sowie verschiedene Kleidungsstücke mit zum Fotografen und besprechen Sie den Bildaufbau. Als Profi wird er Sie entsprechend beraten und auch den Bildhintergrund passend wählen. Wenn Sie Ihr Bewerbungsbild auf dem Deckblatt platzieren, lassen Sie es bitte im Lebenslauf weg. Ein doppeltes Foto in der Bewerbung ist nicht sinnvoll, es wirkt eitel – kein gutes Image!

 

 

 

 

 

Weitere Tipps zum Deckblatt in der Bewerbungsmappe

Achten Sie unbedingt darauf, dass das Bewerbungsdeckblatt nicht zu voll wird. Schnell geht die Übersichtlichkeit des Infoblattes verloren, wenn zu viel Text und Informationen abgebildet sind. Außerdem leidet die Optik darunter.

Von daher muss gut überlegt werden, was das Deckblatt alles beinhalten sollte. Grundsätzlich ist alles erlaubt, aber nicht alles ist sinnvoll. Ich persönlich halte nichts davon, z.B. noch ein Motto oder einen Slogan mit aufs Deckblatt zu nehmen – zumal dieser auch auf den Punkt formuliert sein müsste, wenn es überzeugend und nicht peinlich sein soll. Eine Königsdisziplin, die nur wenige beherrschen.


   EXTRATIPP
 
Beim Bewerbungsdeckblatt lohnt sich ein Testausdruck, um zu prüfen, wie das Blatt auf Papier aussieht. Häufig werden auch Online- oder E-Mail-Bewerbungen zur Sichtung ausgedruckt. Checken Sie auf jeden Fall Ihr Deckblatt auf Drucktauglichkeit!

 

Auch ein Inhaltsverzeichnis, das die Bestandteile der Bewerbung abbildet, wird immer gerne aufgeführt. Ich finde es unnötig, denn nahezu alle Bewerbungen enthalten die gleichen Bestandteile – also nichts, was den Leser einer Inhaltsangabe fesseln könnte. Im Zweifel kann es sogar nachteilig sein, wenn beispielsweise im Anlagenverzeichnis ein Referenzschreiben angegeben wurde, es aber in der Anlage durchgerutscht ist. Achtung – falls Sie sich für ein Anlagenverzeichnis entscheiden - das Anschreiben wird nicht mit im Anlagenverzeichnis aufgeführt!

Die Kennziffer- oder Referenznummer, die Sie manchmal in einer Stellenanzeige finden, wird üblicherweise nicht auf das Deckblatt geschrieben. Kann man machen, ist aber weit hergeholt. Die Referenznummer gehört besser in den Betreff des Anschreibens. Dort wird man sie suchen.

Der Fantasie, was alles aufs Deckblatt passt, sind keine Grenzen gesetzt. So mancher findet es schick, die fünf wesentlichen Skills, über die er verfügt, unter das Bewerbungsbild zu schreiben. Ob das weiterhilft – ich weiß es nicht. Bloße Aufzählungen von Skills (ohne plausible Begründungen oder Erläuterungen) haben in einer Bewerbung keinerlei Aussagekraft!



Farbwahl für das Deckblatt in der Bewerbungsmappe

Was verbinden Sie zum Beispiel mit der Farbe Blau? Welche Assoziationen haben Sie dabei? Welche Unternehmen entscheiden sich bevorzugt für ein blaues Logo, um ihr Produkt zu vermarkten?

Tatsächlich verbinden viele Menschen mit einer bestimmten Farbe ähnliche Attribute, und zwar unabhängig von Alter, Geschlecht und Herkunft. Farben haben unstreitig eine große Wirkung auf uns. Auch beim Bewerbungsschreiben können Sie sich den Effekt zunutze machen.

Sich einfach für die eigene Lieblingsfarbe zu entscheiden – kein Problem. So können Sie sich am besten mit Ihrer eigenen Bewerbung identifizieren. Aber es gibt auch noch eine andere Herangehensweise an die Farbauswahl. Überlegen Sie sich, welche Wirkung Sie mit Ihrer Farbwahl erzielen möchten. Denn jeder Farbe werden bestimmte Eigenschaften zugeordnet.

 

Häufige Auslegung der Farben

 
Die Farbe Blau ist mit Abstand die beliebteste Farbe.
Sie steht für Kompetenz, Vertrauen und Verlässlichkeit.
Blau wird auch mit vielen weiteren positiven
Eigenschaften verbunden, wie etwa Harmonie, Genauigkeit und Erfolg.

Daher ist die Farbe Blau für jede Branche verwendbar, insbesondere im Bereich der Wissenschaft, Banken, Versicherungen, technischen Berufen.

 

Die Farbe Grau ist eine neutrale Farbe.
Sie steht für Unauffälligkeit und Zurückhaltung.
Eine weitere Assoziation ist Kompromissbereitschaft.
Ähnlich wie Schwarz kann sie aber auch edel, elegant
und modern daherkommen.

Kann für alle Berufssparten verwendet werden.

 

Die Farbe Rot ist temperamentvoll und vital.
Sie steht im Beliebtheitsranking auf Platz 2
und zeugt von Selbstbewusstsein, Leidenschaft
und Aktivität. Rottöne wirken kreativ, mutig,
spannend.

Die rote Farbe eignet sich besonders für kreative
Berufe, wie Grafiker, Mediengestalter, Werbeleute,
aber auch für alle anderen, die mit ihrer Bewerbung
für Aufmerksamkeit sorgen möchten.

 

Die Farbe Schwarz ist eine harte Farbe, mit der
man sehr dosiert umgehen muss, weil sie sonst
zu traurig aussieht. Richtig in Szene gesetzt,
entwickelt sie großartige, kontrastreiche
Eigenschaften, Seriosität, Leistungswillen,
Ernsthaftigkeit.

Schwarz ist sachlich, neutral und modern.
Wird gerne in unternehmerischen Berufen
eingesetzt. Wem Schwarz zu stark ist,
nimmt stattdessen ein Grau.

 

Die Farbe Gelb ist besonders freundlich, heiter,
sonnig und optimistisch. Sie steht für Wissen, Vernunft, Freude und Logik.

Gelb wird eher in kreativen Berufen oder in
Berufen, die mit Kindern zu tun haben,
verwendet – aber auch in technischen Berufen.

 

Die Farbe Grün wirkt naturverbunden, natürlich,
entspannend, harmonisch und erholsam. Sie steht für Sicherheit, Hoffnung und Ausdauer.

Grün wird gerne für Berufe verwendet, die mit
der Natur in Verbindung stehen.

 

Die Farbe Lila wirkt glamourös, weiblich und intuitiv.
Violett steht für Spiritualität und Geist, aber auch
Würde und hoher Qualität.

Es wird auch Unkonventionalität und Extravaganz
damit verbunden.

 

Die Farbe Orange steht für Lebensfreude, Kreativität
und Frische. Sie symbolisiert Fröhlichkeit
und Jugendlichkeit.

Orange ist lebensbejahend und optimistisch.

 

Die Farbe Weiß wirkt aufrichtig, einfach, klar und wird gerne für medizinische Berufe verwendet.

 

 

Grundsätzliches zur Farbwahl in Sachen Bewerbungsdeckblatt

Schreiende und schrille Farben wirken in einer Bewerbung unseriös. Es kommt immer auf den Einzelfall an, aber gedeckte Töne eignen sich wesentlich besser. Das gilt auch für einen Farbenmix.

Maximal zwei bis drei Farben in Kombination verwenden - mehr sieht schnell nach Karneval aus. Harte Kontraste können ein wohlüberlegtes Stilmittel sein, aber in der Regel tragen weiche Übergänge dem Auge mehr Rechnung.



Fazit zum Deckblatt in der Bewerbung

Ein Deckblatt ist kein Pflichtbestandteil in der Bewerbung, bietet aber viele Vorteile. Es enthält in der Regel ein großes Bewerbungsfoto, die Kontaktdaten des Bewerbers und überzeugt am besten durch ein ansprechendes Design. Damit ist das Deckblatt der Teil der Bewerbung, der am meisten auffällt, emotional berührt und den Wiedererkennungswert erhöht. Das Deckblatt wird von Personalern gerne als Infoblatt genutzt. Wichtig ist, dass das Deckblatt überschaubar bleibt und nicht zu viele unübersichtliche Elemente enthält.

Bewerbungshilfe und Bewerbungsservice von peopleatventure.de

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Sabine Ratermann