Bewerbung für Azubis

Klein anfangen und ganz groß herauskommen


Bewerbung für Azubis
 © Doc Rabe Media/Fotolia


Wann bewirbst du dich am besten?

Wenn du dich als Schüler als sogenannter „Saisonarbeiter“ gut durchgewurstelt hast, solltest du deine Taktik beim Bewerben ändern. Denn die guten Ausbildungsstellen werden in der Regel bereits 8 bis 10 Monate vor Schuljahresende vergeben. Vor allem für die begehrten Ausbildungsplätze in großen Unternehmen und im Öffentlichen Dienst musst du rechtzeitig am Start sein. Sobald das letzte Versetzungszeugnis ausgeteilt wurde, solltest du mit den Bewerbungsvorlagen und der Bewerbungsphase beginnen.
 

 

 

   Was ist eine Bewerbung?


Auf den Punkt gebracht ist eine Bewerbung nichts anderes, als deine Werbung in eigener Sache. Du bittest um einen Ausbildungsplatz und teilst mit, warum gerade du so besonders geeignet bist. Um gut anzukommen, stellst du deine persönlichen Stärken und Qualifikationen, du mitbringst, bestmöglich in einem Lebenslauf und einem Anschreiben dar. Je mehr Vorzüge du in die Waagschale werfen kannst, desto besser sind deine Chancen im Wettbewerb um eine Ausbildungsstelle.



Die äußere Form der Bewerbung

Allerdings gibt es besondere Vorgaben, wie eine Bewerbung auszusehen hat.
Eine handschriftliche Bewerbung ist nicht drin. Zum Glück hat jeder PC ein Schreibprogramm – nutze es!! Verwende immer DinA4-Papier, die Rückseiten der Blätter bleiben frei. Verwende für alle Bestandteile einen einheitlichen Standardschrifttyp, wie Arial oder Times New Roman.

Es empfiehlt sich, auch ein Rechtschreibprogramm oder die Eltern zum Korrekturlesen drüber laufen zulassen. Denn Rechtschreib- oder Grammatikfehler schmälern die Erfolgschancen enorm, vor allem, wenn du dich im kaufmännischen Bereich bewerben willst. Deine Bewerbung ist dein Aushängeschild und sollte deshalb ohne Flecke und Eselohren in den Umschlag wandern.

 

 

     Die Bestandteile der Bewerbung


Eine Bewerbung macht nur Sinn, wenn sie vollständig ist!
Die folgenden Bestandteile sollte deine Bewerbung daher enthalten:

 
        Der tabellarische Lebenslauf

        Das Deckblatt

        Das Anschreiben

        Das Bewerbungsfoto (kommt aufs Deckblatt)

        Das Abschlusszeugnis oder das letzte Versetzungszeugnis

        Falls vorhanden Praktika-Zeugnisse
               (wer ein oder mehrere Praktika gemacht hat, ist klar im Vorteil)

        Falls vorhanden Teilnahmebescheinigungen von Kursen
               (z.B. Computerkurs Volkshochschule)


 

Bewerbung Auszubildende Anleitung
© Damircudic/iStock


Der Lebenslauf

 

Zuerst die gute Nachricht. Als Schüler ist dein Lebenslauf noch nicht so lang, das heißt, die Arbeit hält sich hier in Grenzen.

Der Lebenslauf enthält zwei Spalten. In der ersten Spalte stehen die Daten, von wann bis wann du etwas gemacht hast. In der zweiten Spalte steht, was du genau gemacht hast.


  Die Bestandteile (Rubriken) des Lebenslaufs


        1.  Aufzählung deiner persönlichen Daten

        2.  Daten und Fakten deiner Schulbildung

        3.  Wo liegen deine schulischen und privaten Interessen

        4.  Erläuterungen zu deinen ersten Berufserfahrungen

        5.  Datum und Unterschrift       
 



 

Zu 1:    Deine persönlichen Daten

Vorname, Nachname, Adresse, Kontaktdaten wie E-Mailadresse und Telefonnummern, dein Geburtsdatum und der Geburtsort sind hier gefragt. Wenn du deine Handynummer angeben willst, solltest du darauf achten, dass du dich künftig ordentlich mit deinem vollständigen Namen meldest und nicht einfach nur ein „Jahhhh“ in den Hörer brüllst.


Zu 2:    Schulbildung

Trage hier deine Grundschule und weiterführende Schule ein und welchen Schulabschluss du hast oder anstrebst. Lieblingsfächer:
Welche Fächer hast du am liebsten gemacht und deine Noten sind richtig gut? Zähle kurz auf, mit welchen Fachgebieten du punkten kannst. Im Idealfall passen die Fächer, die du hier nennst, auch gut zu deinem gewählten Ausbildungsberuf. Wenn du in Fächern wie Mathe oder Fremdsprachen sehr gute Noten hast, kannst du hier den Trumpf ausspielen.


Zu 3:    Interessen

Hast du besondere Kenntnisse in Sprachen oder EDV, kannst du damit im Lebenslauf glänzen. Die meisten Chefs interessieren sich, wenn auch nur am Rande, sogar für deine Hobbys. Wenn Du also ein guter Sportler oder Musiker bist oder andere Freizeitaktivitäten hast, kannst du das mit einbringen. Dass du im Laufe deines Lebens etwas mit gutem Erfolg gelernt hast, zeigt zumindest, dass du über Durchhaltevermögen verfügst.

Das ist eine gute Voraussetzung, um auch eine Ausbildung abzuschließen. Risikosportarten, wie etwa Boxen, würde ich an deiner Stelle lieber weglassen, das könnte abschrecken. Sprachkenntnisse oder Computerwissen findet dagegen jeder Arbeitgeber gut. Aber bitte übertreibe es nicht: Ein oder zwei Sätze über deine Hobbys sind ausreichend!

Zu 4:    Erste Berufserfahrungen

Hast du bereits während der Schulzeit das ein oder andere Praktikum oder einen Ferienjob absolviert? Engagement neben der Schule und erste Berufserfahrungen sind in einer Bewerbung um einen Ausbildungsplatz unbezahlbar. Selbst eine schlechte Note in einem Hauptfach kannst du so etwas wettmachen. Die Praktika-Beurteilungen sollten daher auch der Bewerbung beigefügt werden.

Wichtig: Hier darfst du auf keinen Fall flunkern, bitte erfinde keine Jobs, die du nicht tatsächlich gemacht hast.

Zu 5:    Datum, Unterschrift

Ein Lebenslauf ist ein wichtiges Dokument. Um zu beweisen, dass die Angaben, die du hier machst, wahr sind, wird der Lebenslauf unterschrieben. Du kannst die Unterschrift mit Kuli machen, aber so richtig edel sieht es mit schwarzer oder blauer Tinte aus. Deine Unterschrift sollte übrigens gut lesbar sein, eine Krickelkrakel-Unterschrift für einen Azubi ist uncool. Wer die Bewerbung per E-Mail versendet, kann auch mit der Tastatur seinen Namen daruntersetzten.



Das Deckblatt mit Bewerbungsfoto

 

  Das muss aufs Deckblatt


        1.  Dein Bewerbungsfoto

        2.  Die Formulierung, als was du dich bewirbst

        3.  Deine Kontaktdaten, wie man dich erreicht

 





Zu 1:    Das Bewerbungsfoto

Jetzt heißt es Gesicht zeigen, denn das Deckblatt ist der Platz für dein Bewerbungsfoto. Auch wenn´s schneller geht, ein Selfie sollte es nicht sein. Um ein vernünftiges Bewerbungsfoto vom Fotografen kommst du nicht herum. Kleiner Tipp: Schau vorher in den Spiegel, ob du noch einen Umweg zum Friseur machen must. Vor allem sollte das Bewerbungsfoto relativ aktuell sein.


Zu 2:    Die Formulierung, als was du dich bewirbst

"Bewerbung um einen Ausbildungsplatz als ........." muss unbedingt auf deinem Deckblatt stehen! Ganz wichtig ist, das auch hervorgeht, dass du eine Ausbildung machen möchtest, denn sonst landet deine Bewerbung mit hoher Wahrscheinlichkeit auf dem falschen Schreibtisch und danach vielleicht im Mülleimer. Achte auch darauf, dass du die genaue Berufsbezeichnung wählst, die den Ausbildungsberuf offiziell bezeichnet, z.B. "Gesundheits- und Krankenpflegerin" und nicht, wie früher üblich "Krankenschwester".


Zu 3:    Die Kontaktdaten

Auch, wenn deine Kontaktdaten bereits alle im Lebenslauf und Anschreiben stehen, aufs Deckblatt gehören sie auch nochmals. Also mache dir bitte die Mühe, und schreibe alles hin. Schließlich möchtest du dem Leser unnötige Blätterei ersparen, wenn er dich anrufen will, um dich für ein Vorstellungsgespräch einzuladen. Name, Anschrift und alle Kontaktdaten wie Telefonnummer und E-Mail-Adresse sollten deshalb gut lesbar auf dem Deckblatt platziert werden.

Apropos E-Mail-Adresse: Es macht einen vernünftigen Eindruck, wenn deine E-Mail-Adresse auch deinen Vor- und Zunamen enthält. Das „sweetgirl2000“ kannst du unmöglich verwenden, ohne dich zu blamieren.



Das Anschreiben

 

Der Inhalt

Hier kommst du zu Wort! Aber über was genau sollst du da schreiben? Was könnte einen Chef interessieren? Faustregel: Alles Wichtige muss rein, aber kurz und bündig. Kein Geschwafel. Alles soll auf eine Seite passen, denn lange Anschreiben werden nicht gelesen, wenn viele Bewerbungen eingehen! Zuerst einmal ist ein Anschreiben ein ganz normaler Brief. Das heißt, oben muss dein Absender rein, dann kommt die Adresse der Firma, bei der du dich bewirbst.





  So packst du das Anschreiben an


        1.  Dein Absender mit Kontaktaden

        2.  Die Firmenanschrift

        3.  Der Ort und das Datum

        4.  Der Betreff
      

        5.  Die Anrede

        6.  Begründe deine Berufswahl

       7.  Was machst du aktuell?

       8.  Warum du?


        9.  Was sind deine persönlichen Stärken?


        10. Warum dort?


        11. Ab wann kannst du anfangen?


        12. Freiwillig: Biete einen Probearbeitstag an!


        13. Bitte um ein Vorstellungsgespräch


        14. Der Schlussgruß     

 

 


Azubi Bewerbung schreiben
© Peepo/iStock


Zu 1:    Der Absender

Bei jedem Brief gehört auch der Absender darauf, damit klar ist, wer den Brief geschrieben hat. Deshalb schreibe ganz oben zunächst deinen Namen und deine Adresse und alle wichtigen Kontaktmöglichkeiten, wie Telefon und E-Mail-Adresse auf. Wenn du clever bist, kontrollierst du alles noch zweimal, damit sich kein peinlicher Fehler einschleicht!

Zu 2:    Die Firmenanschrift

Auch bei der Firmenanschrift darf dir kein Fehler unterlaufen. Am besten recherchierst du auf der Website, welche Rechtsform das Unternehmen hat und wie man es exakt schreibt. Achte dabei auch besonders auf die Groß-/Kleinschreibung: z.B.: Mayer Antriebstechnik GmbH & Co. KG. Direkt unter dem Firmennamen schreibst du den Namen des zuständigen Mitarbeiters, etwa: Frau Hilda Mauss. Der Name steht üblicherweise im Stellenangebot. Danach kommt noch die Adresse. Gib entweder eine Straßenadresse oder eine Postfachadresse an - beides ist gleich gut.

Zu 3:    Das Datum

Vergiss nicht rechtsbündig dein Wohnort und das heutige Datum einzufügen: „Offenbach, 15.03.2019“. Da im Lebenslauf auch ein Datum eingefügt wird, achte unbedingt darauf, dass das Datum jeweils übereinstimmt!


Zu 4:    Der Betreff

Bei einem Geschäftsbrief ist es üblich, noch über der Anrede eine oder zwei Zeilen zu schreiben, aus der sofort ersichtlich ist, um was es in dem Schreiben geht. Diese Zeilen nennt man Betreff. Der Betreff für Deine Bewerbung könnte lauten: „Bewerbung um einen Ausbildungsplatz als Fotograf/in“. In der zweiten Zeile sollte stehen: „Ihre Anzeige in der Offenbach Post vom 10.03.2019“. Wenn im Stellenangebot eine Referenznummer (Zuordnungsnummer) angegeben ist, dann schreibe sie ebenfalls in den Betreff, das ist ganz wichtig!


Zu 5:    Die Anrede

Hier geht der eigentliche Brief los. „Sehr geehrte Damen und Herren“, das klingt auf den ersten Blick super seriös. Aber Irrtum, das kannst du besser machen. Richtig gut kommt es nämlich an, wenn du den passenden Ansprechpartner für die Ausbildungsplätze direkt ansprichst: „Sehr geehrte Frau Mauss“ wäre die Top-Anrede. Wo bekommst du den Namen her? Wenn er nicht schon in der Stellenanzeige steht, bleibt dir nur die Möglichkeit, in der Firmenzentrale anzurufen und nachzufragen. Achtung! Der Name in der Firmenanschrift und in der Anrede muss übereinstimmen.


Zu 6:    Die Berufswahl

Wenn deine Anrede steht, geht’s weiter im Text. Jetzt kannst du erklären, warum du denkst, dass dir dieser Beruf liegt. Warum ist deine Wahl ausgerechnet auf diese Arbeit gefallen? Vielleicht, weil du dich für technische Dinge interessiert oder du den Beruf für besonders abwechslungsreich hältst? Du hast gerne mit anderen Menschen Kontakt oder arbeitest gerne im Team? Wenn deine Begründung gut ankommt, hast du schon ein Eisen im Feuer.


Zu 7:    Was machst du aktuell?

Natürlich interessiert sich der Leser dafür, was du zurzeit machst. Du könntest also schreiben: "Aktuell besuche ich die xy-Schule. Meine Lieblingsfächer sind .....".

Zu 8:    Warum du?

Jetzt musst du noch darlegen, warum gerade du für den Job geeignet bist. Eigenwerbung ist schön und gut, der Schuss kann aber auch nach hinten losgehen. Eine Aufzählung lauter guter Eigenschaften hilft hier nicht weiter, viel mehr musst du begründen, warum du diese guten Eigenschaften besitzt. Vielleicht hast du ja in dem Beruf bereits gejobbt und deshalb schon Vorkenntnisse? Oder du hast unter Umständen Freude an naturwissenschaftlichen Fächern und arbeitetest deshalb gerne im medizinischen Bereich?


Zu 9:    Persönliche Stärken

Auch über deine persönlichen Stärken kannst du ein paar Worte verlieren. Du bist kreativ und hast ein gutes Farbgefühl (Mediengestalter/in)? Du bist kommunikationsstark und wortgewandt (ideal für Verkäufer/in)? Oder dir liegt eine sorgfältige und genaue Arbeitsweise (brauchen nicht nur technische Zeichner/in)?


Zu 10:    Warum dort?

Warum möchtest du eigentlich unbedingt als Azubi in dieser Firma lernen? Hier hilft dir eine kleine Internet-Recherche, um Argumente zu sammeln. Das ist etwas mühsam, macht die Bewerbung aber individuell. Denn Bewerber, die Massenbewerbungen raushauen, und jeweils nur die Unternehmensadresse ändern, haben gegen deine Bewerbung dann keine guten Karten. „Ihr Unternehmen ist Marktführer für Industrieanlagen im Solarbereich und bietet daher für mich einen modernen, abwechslungsreichen Arbeitsplatz mit Zukunftsperspektiven“ klingt wesentlich fundierter.


Zu 11:    Wann willst du anfangen?

Besonders wichtig ist auch, darzulegen, zu welchem Zeitpunkt du anfangen möchtest. Zwar fangen in der Regel die Ausbildungen in etwas zur gleichen Zeit an - immer nach den Sommerferien - allerdings kann man auch freiwillig früher anfangen. Um Missverständnissen vorzubeugen, schreib einfach rein, ab welchem Zeitpunkt du ohne Wenn und Aber zur Verfügung stehst.


Zu 12:  Probearbeitstag

Eine gute Möglichkeit, Eindruck zu schinden, ist es, freiwillig einen Probearbeitstag anzubieten. So ein Probetag hat für beide Seiten nur Vorteile. Für dich ist es eine gute Gelegenheit, wenigstens kurz in den Beruf hineinzuschnuppern, um ein paar Eindrücke zu gewinnen. Außerdem lernst du schon bei der Gelegenheit ein paar Kollegen kennen. Dass du den Probearbeitstag unentgeltlich anbietest, ist klar. "Für einen Probearbeitstag stehe ich gerne zur Verfügung", könnte man formulieren.

 

Zu 13:    Die Bitte um ein Vorstellungsgespräch

Das Bewerbungsanschreiben endet immer mit der Bitte um ein Vorstellungsgespräch:

„Sehr gerne würde ich eine Einladung zum Vorstellungsgespräch wahrnehmen, um mich Ihnen persönlich vorzustellen.“ (Beachte: Die direkte Anrede (Ihnen) wird üblicherweise großgeschrieben, das nennt man Höflichkeitsform).

Zu 14:    Der Schlussgruß

Dann noch den Schlussgruß anfügen „Mit freundlichen Grüßen“ ist hier die übliche Redewendung. Deine handschriftliche Unterschrift mit ausgeschriebenem Vornamen macht das Anschreiben komplett.


Die Zeugnisse


Ganz egal, wie sie ausfallen, die Zeugnisse müssen dazu, damit die Bewerbung vollständig ist. Natürlich nicht die ganze Sammlung. Das letzte Versetzungszeugnis oder Abschlusszeugnis ist Pflichtbestandteil. Wenn das Halbjahreszeugnis einen deutlichen Aufwärtstrend zeigt, dann kannst du das auch noch dazulegen.

Hast du auch gute Arbeitszeugnisse oder Beurteilungen von Praktika oder Ferienjobs – her damit! Oder hast du irgendwelche Kurse gemacht, die du für die Ausbildung verwenden kannst (z.B. MS Office oder PowerPoint, Business Englisch) – das wäre super! Das kann nicht jeder Bewerber um einen Ausbildungsplatz vorweisen. Aber bitte nicht die Originale wegschicken – Kopien sind ausreichend.


Ab geht die Post

Du musst Dich entscheiden: Versendest du deine Bewerbung per Post oder per E-Mail?


Papierform

Wenn du dich für die Papierform entscheidest, dann sollten deine Unterschriften auf dem Anschreiben und Lebenslauf handschriftlich sein. Und ganz wichtig: Das Bewerbungsfoto auf dem Deckblatt sollte ein aufgeklebter Fotoabzug sein und nicht nur mit ausgedruckt. Das sieht viel hochwertiger aus. Dann sortiere einen Stapel. Ganz oben liegt das Anschreiben. Darunter kommen Deckblatt und Lebenslauf. Dahinter kommen die Zeugnisse. Zuerst die Schulzeugnisse nach Aktualität – das Neueste zuerst. Alle zusätzlichen Beurteilungen kommen ganz hinten.


Bewerbung per Post
© Tommy/Fotolia

Die Blätter werden nicht gelocht oder zusammengeheftet, denn vielleicht möchte der Verantwortliche eine andere Sortierung. Der ganze Stapel wird nun in eine Mappe gelegt und in einen Din A4 Umschlag gesteckt. Auf gar keinen Fall knicken!!! In Schönschrift noch die Firmenadresse (bitte fehlerfrei) und den Absender draufschreiben. Und ganz wichtig: Ausreichend frankieren!


Als Anhang per E-Mail

Allerdings wollen immer mehr Firmen ausdrücklich die Bewerbungen lieber per E-Mail (evtl. vorher telefonisch klären). Dann sparen sie sich das lästige Zurückschicken, wenn ein Bewerber nicht genommen wird.


Bewerbung per E-Mail

Anstatt eines Papierstapels wandelst du alle Bestandteile deiner Bewerbung mit einem pdf-Converter in eine einzige pdf-Datei um. Diese Datei wird dann an die E-Mail gehängt. In diesem Fall wird das Bewerbungsfoto digital in das Deckblatt eingefügt und die Unterschriften nur mit der Tastatur geschrieben. …… Falls die Datei zu groß ist, musst du einen Zip-Ordner daraus machen. Gib der pdf noch einen schönen Namen wie „Bewerbung um einen Ausbildungsplatz“ oder so etwas in der Art. So, jetzt muss noch ein Text her, der in der E-Mail steht. E-Mails verschicken kann heutzutage jeder. Aber versende trotzdem zur Probe die pdf-Datei einmal an dich selbst, denn sicher ist sicher.

 

  Der E-Mail-Text

„Sehr geehrte Frau Mauss,

als Anlage erhalten Sie im pdf-Format meine Bewerbung um einen Ausbildungsplatz als Bürokaufmann.
Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Daniela Katzenhügel


Abgeschickt … und dann?

Jetzt heißt es erst einmal Daumendrücken und Geduld haben. Wenn du nach zwei bis drei Wochen nichts mehr hörst, dann kannst du gerne zum Hörer greifen und telefonisch nachfragen. Um alle laufenden Bewerbungen im Blick zu halten, ist es ratsam, eine Liste mit Absende-Datum, Firma, Name des Ansprechpartners und der Telefonnummer zu führen. So bist du immer im Bilde, wie der Stand der Dinge ist. Wenn du als Schüler viele Anschreiben und Lebensläufe verschickst, und das in verschiedenen Ausbildungsberufen, kannst du sonst schnell die Übersicht verlieren.

Wie geht man mit Absagen um?

Als Azubi eine Absage zu erhalten ist keine Schande. Das musst du irgendwie wegstecken. Es hilft nur eines: Weitermachen! Wichtig ist, dass du dich nicht entmutigen lässt. Wenn allerdings immer und immer wieder Absagen kommen, ist es sinnvoll, wenn du deine Bewerbung von einem Fachmann mal checken lässt. Vielleicht sind Fehler enthalten sind, die du selbst nicht erkennst. Eine gute Hilfemöglichkeit ist es, fertig formatierte Bewerbungsvorlagen zu benutzen. Bewerbungsvorlagen haben bereits die richtige Struktur und müssen lediglich noch mit deinen persönlichen Daten gefüllt werden. Bewerbungsvorlagen kann man im Internet downloaden.

Artikel bewerten:

1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 Rating 4.96 (95 Votes)


Sabine Ratermann