Die Bewerbungsmappe:

Was Sie darüber wissen sollten

Bewerbungsmappe


Eines ist klar: Mit professionellen Bewerbungsunterlagen kommen Sie schneller zum Traumjob. Die sogenannte Bewerbungsmappe ist eine hochwertige  „Verpackung“ für Bewerbungsunterlagen. Deckblatt, Lebenslauf, Anschreiben und Zeugnisse können so  geschützt und geordnet dem umworbenen Unternehmen präsentiert werden. Wer viele Bewerbungen versendet, merkt schnell, dass beim Bewerbungsschreiben die Bewerbungsmappe einer der größten Kostenfaktoren ist. Schon deshalb stellt sich die Frage: Ist eine Bewerbungsmappe unbedingt notwendig? Oder können die einzelnen Komponenten der Bewerbung einfach lose in den Umschlag gesteckt werden?

Wir sind uns einig, ein Bewerbungsschreiben sollte inhaltlich und optisch perfekt dastehen. Eindruck schinden kann nur, wer nicht an allen Ecken und Enden spart. Das Bewerbungsschreiben auf gutem Papier 90g/m² gehört genauso dazu, wie das Bewerbungsfoto vom Profifotografen. Wer seine Bewerbung also per Post an den Personalverantwortlichen verschicken möchte, kommt nicht umhin, sich auch Gedanken um eine hochwertige Präsentation zu machen.

 
Bewerbungsmappe Farben und Formen

Bewerbungsmappe: Was spricht dafür?

- kann bei guter Qualität eine Bewerbung optisch aufwerten
- die Unterlagen kommen geordnet und geschützt an
- kann helfen, farbliche Akzente zu setzten
- glatte, glänzende Flächen sehen edel und vornehm aus
- bieten Raum für Kreativität, wenn der Beruf das erfordert
- erhöht den Wiedererkennungswert im Bewerbungsstapel

Bewerbungsmappe: Was spricht dagegen?

- sind für den Personaler unpraktisch im Handling, da die Seiten zusammengeheftet 
  sind
- die Klemmschienen lassen sich häufig nur schwer handhaben
- verursachen Kosten für die Unternehmen, da sie zurückgeschickt werden müssen
- die hochwertigen Mappen sind teuer, das kann ins Geld laufen
- kommen oft gar nicht bis zum Personaler, werden im Sekretariat auseinander
  sortiert und kopiert
- Klappfunktion ist nicht jedermanns Sache
- falsche Farbwahl kann ein  Negativaspekt darstellen
- Billigmappen können die Bewerbung abwerten

 
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Trendänderung beim Bewerbungsschreiben

Fakt ist, die Verwendung von Bewerbungsmappen ist stark rückläufig. Die Bewerbungsmappe war unbestritten der letzte Renner des letzten Jahrhunderts in Sachen Bewerbungsschreiben! Einst in großer Auswahl in jedem Schreibwarengeschäft, findet man heute ein eher bescheidenes Sortiment in den hinteren Regalen. Große Vielfalt an Farben und Formen bietet eher noch das Internet.
 
Immer mehr Bewerbungen werden schnell und kostenlos per E-Mail oder als Online-Bewerbung versendet. Das schont nicht nur den eigenen Geldbeutel, sondern hat auch praktische Vorteile. Denn die Unternehmen sind nach §§ 985 bzw. 670 BGB verpflichtet, die Bewerbungsunterlagen, also auch die Bewerbungsmappen, bei Ablehnung zurückzuschicken (wenn zur Bewerbung aufgefordert wurde) oder zumindest nach der Absage zwei Wochen zur Abholung bereit zu halten. Aber sind wir mal ehrlich, bereits benutzte Bewerbungsmappen sind ohnehin kein ein zweites Mal verwendbar, da sie in der Regel immer Gebrauchsspuren aufweisen. Statt  dem Bewerbungsschreiben den beabsichtigten edlen Touch zu geben, erhält es statt dessen auf der zweiten Runde Schmuddeloptik.

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Alles Geschmacksache:

Es gibt sie in allen Ausführungen! Schwarze, graue, weinrote, dunkelblaue Exemplare, mal  aus Pappe mal aus Plastik, mit Spiral- oder Einsteckbindungen, mit glänzender oder matter Oberfläche. Luxuseditionen sogar mit Metallicglanz (oh weh), glatter Optik oder mit Prägung (z.B. Modell Elefantenhaut), im Hoch- oder sogar Querformat (warum auch immer) oder ganz speziell mit dreieckiger Einschubtasche (was soll da rein?) an der linken Ecke!! Es gibt zwei- und dreiteilige Ausführungen, beide Varianten auch zu haben mit transparenten Sichtfenster. Die Bewerbungsmappe dient als hochwertige Verpackung der Bewerbungsbestandteile Deckblatt, Lebenslauf, Anschreiben und Zeugnisse.
 
Wer die Wahl hat, hat die Qual. Für welche Variante man sich letztendlich entscheidet, ist reine Geschmackssache. Bei Qualitätsunterschieden sollte die hochwertigere Mappe bevorzugt werden. Je stärker der Karton oder Kunststoff ist, desto wertiger sieht die Bewerbung insgesamt aus. Glatte Oberflächen wirken eleganter als geprägte Oberflächen, sind aber auch wesentlich empfindlicher. Eine matte Oberfläche ist nicht so anfällig für Fingertatscher.

 
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Fakten zur Bewerbungsmappe

Der Rolls Royce unter den Bewerbungsmappen ist unbestritten die dreiteilige, von rechts und links zur Mitte hin, aufklappbare Ausführung. Jeder Bewerber, der sich nicht lumpen lassen will, greift gerne zu dieser aufwendigen Bewerbungsmappe, um sein Bewerbungsschreiben zu pimpen. Schließlich wirken die dreiteiligen Mappen kostspielig und signalisieren dem Betrachter: Mir ist für meine Bewerbung nichts zu teuer. Außerdem können Lebenslauf und Zeugnisse hier parallel präsentiert werden, so dass ein Abgleich der Daten für den Leser problemlos möglich ist. Zwar gehen auch hier die Meinungen stark auseinander, aber in der Praxis erweisen sich die überdurchschnittlich großen Mappen eher als umständlich. Wohl dem, der einen großen Schreibtisch hat! Ansonsten ist eine zweiteilige, ganz einfache Bewerbungsmappe viel besser zu handhaben.
 
Bewerbungsmappen gibt es leider nur in einem sehr begrenzten Farbspektrum. Wer Mut zur Farbe beweisen möchte, hat es nicht einfach, etwas Passendes zu finden. Die erhältlichen Farben gehen über die klassischen Farben beim Bewerbungsschreiben, wie dunkelblau, grau, weinrot und andere blasse Farben kaum hinaus. Dezente Farbwahl wird von den Herstellern quasi vorgegeben.

 

Auf Bedienungsfreundlichkeit achten

Bewerbungsmappen mit Spiralbindungen o.Ä. sind nicht zu empfehlen, da die einzelnen Blätter nicht unbeschädigt entnommen werden können.
 
Mit Bewerbungsmappen im Querformat fallen zwar aus dem Rahmen, machen aber dem Bewerber selbst und dem Personaler viele Umstände. Bewerbungsvorlagen im Querformat gibt es nur sehr vereinzelt. Außerdem muss ein Personaler dauernd den Ordner drehen, wenn ihm unhandliche Bewerbungsschreiben im Querformat vorliegen. Aus der Masse hervorstechen kann man auch ohne explizite Umstände zu machen.
 
Sichtfenster ja oder nein? Wer Schnickschnack liebt, kann sich auch dafür entscheiden. Wichtig ist ein Sichtfenster nicht.  
 
Der Aufdruck „Bewerbung“ auf der Bewerbungsmappe ist eher unnötig. Wem es gefällt, kann sich dafür entscheiden. Was drin ist, weiß ohnehin jeder, der damit zu tun hat.

 
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Alternativen zur Bewerbungsmappe

- hochwertige Designer-Klammern -
  Sind einfach und edel, der Personaler kann schnell und unproblematisch eine eigene
  Sortierung  vornehmen; einfache Büroklammern dagegen wirken nicht gut.

- Schnellhefter -
  sind von der Optik nicht hochwertig genug. Außerdem soll man 
  Bewerbungsunterlagen niemals  lochen. Keine gute Lösung!
 
- Klarsichthüllen -
  Kosten unnötig Zeit. Kein Personaler hat Lust, einzelne Blätter aus den Hüllen zu
  ziehen geschweige  denn wieder hinein zu friemeln. Überhaupt keine gute Lösung!
 
- Blätter lose in den Umschlag -
  Ist nicht zu empfehlen, da auf dem Weg vom Posteingang zum
  Personalverantwortlichen wichtige  Blätter verloren gehen können.
 

Fazit:

Wie so oft, gibt es auch beim Thema Bewerbungsmappen eine Meinungsvielfalt. Im Grunde muss jeder seine eigene Weise beim Bewerbungsschreiben finden und hoffen, dass er damit gut ankommt.
 
Grundsätzlich kann man sagen, der Look einer Bewerbung sollte sauber und ordentlich sein. Einfache, zweiseitige Bewerbungsmappen aus Pappe oder Plastik sind preiswert und lassen sich gut handhaben. Im Zweifel die Farbwahl eher klassisch halten, viel Auswahl gibt es auch nicht. Sinn macht es, wenn die Farbe der Mappe harmonisch zum Design der Bewerbungsvorlage und dem Bewerbungsfoto passt. Sondergrößen beim Versand sind zu vermeiden, da sie zu kostenintensiv für den Rückversand sind.
 
Ausgedient hat die klassische Bewerbungsmappe ganz sicher noch nicht. Gerade viele kleine und mittelständige Unternehmen, vor allem dort, wo der Chef noch selbst die Bewerber aussucht, kommen zwei- und sogar dreiteilige Bewerbungsmappen in aufwendiger Optik immer noch sehr gut an.

Autorin: Sabine Ratermann
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