Bewerbungsfoto 2022:

Expertentipps anhand von Beispielen

9 Beispiele mit nützlichen Verbesserungsvorschlägen für Ihr Bewerbungsfoto

Bewerbungsfoto Beispiele

Bewerbungsfoto - Setzen Sie ruhig auf Ihr schönstes Lächeln

Bilder wecken automatisch Emotionen beim Betrachter. Tatsächlich werden visuelle Reize sehr viel schneller aufgenommen, als jeder Text. Und Bilder bleiben garantiert viel nachhaltiger in Erinnerung. Ein Foto erscheint sofort glaubhaft, weil es vermeintlich die Wirklichkeit abbildet. Das baut Vertrauen auf und ist gut für Ihren Bewerbungserfolg. So nimmt Ihre schriftliche Bewerbung Fahrt auf.

 




Ein Bewerbungsfoto transportiert nicht nur Sympathiewerte, nein, es verrät viele persönliche Details über die Person dahinter. Allein Ihr Kleidungsstil sagt jede Menge über Sie, Ihre Persönlichkeit und Ihren sozialen Status aus. Haltung, Mimik und Körpersprache sprechen Bände, ob Sie das wollen oder nicht. Machen wir uns nichts vor: natürlich wird daraus abgeleitet, wie Sie sich künftig etwaigen Kunden präsentieren, Sie zur restlichen Belegschaft passen oder den Zeitgeist treffen.

In Deutschland gehört das Bewerbungsfoto nicht zu den Pflichtbestandteilen in der Bewerbungsmappe. Trotzdem hat eine Bewerbung aus genannten Gründen ohne Foto wesentlich schlechtere Chancen.

Diese Tatsache ist den meisten Bewerbern bewusst. Tatsächlich werden nur wenige Bewerbungen ohne Foto versendet. Nach wie vor fällt ein fehlendes Bewerbungsfoto in deutschen Chefetagen negativ auf und gibt Anlass für wilde Spekulationen. Optimal ist ein großes Foto auf dem Bewerbungsdeckblatt.

Anhand der folgenden 9 Beispielfotos erklären wir Ihnen, auf welche Details Sie bei Ihrem Bewerbungsfoto achten sollten.


Bewerbungsfoto Beispiel 1:

Bewerbungsfoto Mann                     


Hartmut L. bewirbt
sich als
Abteilungsleiter für
Elektrowaren …










Richtig gemacht:

Die Kleiderwahl ist bei diesem Bewerbungsfoto grundsätzlich gut. Die Farben wurden neutral gewählt, die Krawatte ist perfekt gebunden und setzt neben einem ansprechenden Kontrast einen kleinen Farbakzent. Der Blick in die Kamera ist offen und auf Augenhöhe.

Das geht noch besser:

Etwas anstrengend für die Augen des Betrachters ist der weiße Hintergrund zum weißen Hemd. Außerdem lässt der extrem helle Hintergrund den Bewerber blass aussehen. Der gewählte Bildausschnitt ist für ein Bewerbungsfoto ungeeignet. Denn hier gilt: Weniger ist mehr! Auf einem Bewerbungsfoto sollte ausschließlich der Kopf- und Schulterbereich abgebildet sein. Alles, was darüber hinausgeht, ist fehl am Platze. Die lässigste aller Posen, Hände in den Hosentaschen, wirkt eher überheblich und gibt dem Foto eine unterschwellige Message mit: „Mir macht so schnell keiner etwas vor. Auch kein Chef.“ Da sich Hartmut auf eine Führungsposition bewirbt, wäre es angemessen, wenn er auf dem Foto ein Sakko zur Hose tragen würde.
Bewerbungsfoto Beispiel 2:

Bewerbungsfoto Frau
                             Sybille M. bewirbt sich auf
                             eine Stellenanzeige als
                            
Reiseverkehrskauffrau …



Richtig gemacht:

Ganz schön ist der direkte, offene Blick der Bewerberin in die Kamera und das freundliche  Lächeln. Das Make-up ist zurückhaltend und die Hautfarbe wirkt gepflegt und frisch.


Das geht noch besser:

Die Wahl der Bluse in der Signalfarbe Grellrot ist nicht geeignet für ein perfektes Bewerbungsfoto. Außerdem hat Sybille es versäumt, die Bluse vorm Abdrücken des Auslösers glattzuziehen und den Kragen zu richten. Deshalb sieht das Oberteil zerknittert und ungepflegt aus. Die Frisur könnte ordentlicher sein, ist aber noch im Toleranzbereich. Ganz schlimm ist die verkrampfte Körperhaltung der Bewerberin. Durch die eingefallene Schulterhaltung wirkt der Kopf wie auf den Rumpf gepfropft und es geht jede souveräne Ausstrahlung verloren. Die weiße Jalousie im Hintergrund ist nicht optimal, aber immer noch besser als eine Raufasertapete.


 
Bewerbungsfoto Beispiel 3:

Bewerbungsfoto mit Uhr
                          Dr. Thomas W. bewirbt sich
                          initiativ als
Ingenieur für
                         
Maschinenbau
bei einem
                          Marktführer für Druckmaschinen ...
                            


Richtig gemacht:

Der Bewerber hat ein sehr gepflegtes, sympathisches Äußeres.


Das geht noch besser:

Hände haben auf einem Bewerbungsfoto nichts zu suchen, da sie vom Gesicht ablenken. Auch die Uhr ist zu dominant. Ein freundliches Lächeln hätte der Grundstimmung auf dem Bewerbungsfoto gutgetan und Sympathie erzeugt. Für eine Bewerbung als Ingenieur fehlen auf jeden Fall Sakko und Krawatte. Ein einfaches Hemd ist zu salopp. Auch sitzt das Hemd zu schlecht.

 

Bewerbungsfoto Beispiel 4:

                            Jessica R. möchte gerne als
                           
Kinderkrankenschwester
                           
arbeiten und bewirbt sich auf
                            eine ausgeschriebene Stelle ...

Bewerbungsfoto zu dunkel
Richtig gemacht:

Der Bildausschnitt des Fotos zeigt den Kopf- und Schulterbereich und entspricht den Vorgaben für ein vorteilhaftes Bewerbungsfoto. Der offene und direkte Blick strahlt Selbstbewusstsein aus. Ganz wichtig bei langen Haaren: Zumindest auf einer Seite sollten Sie hinter die Schulter liegen. Das ist hier erfüllt. Der Blazer unterstreicht einen seriösen Eindruck.


Das geht noch besser:

Schwarze Haare, schwarzer Blazer, schwarzes T-Shirt und schwarzer Hintergrund lässt eine traurige, wenn nicht sogar düstere Stimmung aufkommen und erdrückt jede Leichtigkeit im Bild. Sicher wäre etwas Farbe auf dem Bewerbungsfoto von Vorteil. Durch Puder hätte der leichte Hautglanz vermieden werden können. Die Haare wirken leider kaputt und ungepflegt. Zur Not einfach hochstecken oder zusammenbinden. Gerade als Kinderkrankenschwester sind so extrem dunkle Farben nicht optimal.

 

 
Bewerbungsfoto Beispiel 5:

Bewerbungsfoto mit Krawatte 
Volker G. ist Kfz-Mechatroniker
und hat gerade erfolgreich
seine Meisterprüfung
absolviert. Nun bewirbt er sich
auf eine Stellenanzeige.
Er möchte einen deutlichen
Gehaltssprung machen …








Richtig gemacht:

Die Kleiderwahl ist bei diesem Bewerbungsfoto grundsätzlich gut. Die Farben wurden neutral gewählt, die Krawatte ist perfekt gebunden und setzt neben einem ansprechenden Kontrast einen kleinen Farbakzent. Der Blick in die Kamera ist offen und auf Augenhöhe. Das Foto eignet sich sowohl für ein Deckblatt als auch zur Einbindung oben rechts im Lebenslauf.


Das geht noch besser:

Leider ist die Körperhaltung im Bereich der Schultern in Schieflage geraten. Dadurch sitzt die Krawatte schlecht und der Hemdkragen wirkt ungleich. Etwas weniger Glanz im Gesicht wäre vorteilhafter. Tipp: Mit "Blottingpaper" abtupfen. Gibts in der Drogerie.

 

Bewerbungsfoto Beispiel 6:

Bewerbungsfoto Kleidung 














Carina P. ist aus
familiären Gründen
in eine andere Stadt gezogen
und sucht eine neue Arbeitsstelle
als Sekretärin der Geschäftsleitung.
Sie bewirbt sich bei den Stadtwerken …



Richtig gemacht:

Frisur und Gesichtsausdruck sind perfekt. Auch die Kleiderwahl ist gut.


Das geht noch besser:

Leider handelt es sich bei dem Foto um einen Urlaubsschnappschuss. Auch wenn der Hintergrund eine leichte Unschärfe aufweist, für ein perfektes Bewerbungsfoto ist er ungeeignet. Der Bildausschnitt wurde zu groß gewählt – besser ist es, sich auf den Kopf-Schulterbereich zu beschränken. Damit wären die nächsten drei Fehler nicht passiert: Der rote Nagellack ist viel zu auffällig. Außerdem schafft die Verschränkung der Arme eine Distanz zum Betrachter. Und das ist keinesfalls gewollt! Der Blazer liegt nicht optimal am Körper. Das sieht komisch aus.

 

Bewerbungsfoto Beispiel 7:

                                                     Stefanie B. hat ihr Studium der
                 Betriebswirtschaftslehre gerade
                 abgeschlossen und bewirbt sich nun
                 in einem bekannten Bankhaus …

Bewerbungsfoto Kopf angeschnitten
Richtig gemacht:

Die Kleider- und Frisurfrage für eine Bewerbung bei der Bank wurde von Stefanie gut gelöst. Der Fokus des Bewerbungsfotos liegt eindeutig auf dem freundlichen Gesicht und der selbstbewussten Körperhaltung. Das dezente Make-up ist angemessen und vermittelt einen gepflegten Eindruck. Den Blick richtet Stefanie offen in die Kamera.


Das geht noch besser:

Der Hintergrund ist zwar neutral, enthält ab durch die aufsteigende Treppe die Message: „Ich möchte steil nach oben“. Mit so indirekten Botschaften sollte man beim ersten Eindruck vorsichtig sein. Ausserdem ist der Kopf zu stark angeschnitten. Das ist für ein Bewerbungsfoto nicht geeignet.

 

 
Bewerbungsfoto Beispiel 8:

Bewerbungsfoto neutraler Hintergrund
                          
Jana S. ist Studentin und
                           möchte sich in den
                           Semesterferien als  
                           Studentische Hilfskraft
                           bewerben …


Richtig gemacht:

Bildausschnitt, Frisur und Make-up sind gut gewählt. Richtig klasse ist der neutrale Hintergrund des Bewerbungsfotos.


Das geht noch besser:

Etwas verkrampft wirkt dagegen die unnatürliche Kopfhaltung der Bewerberin. Zudem wird der Kopf noch schief gehalten. Die Auswahl des Oberteils ist völlig daneben. Freie Arme und ein großes Dekolleté sind ein No-Go fürs Bewerbungsfoto, auch für Studenten. Die Farbe Lila ist für Bewerbungsfotos nicht die beste Wahl.

 

Bewerbungsfoto Beispiel 9:

Oksana T. möchte sich gerne als
Zahnarzthelferin verändern. Sie
bewirbt sich daher mit einer
E-Mail-Bewerbung

freundliches Bewerbungsfoto












Richtig gemacht:


Das sympathische Lächeln überzeugt auf voller Linie. Das leichte Make-up unterstreicht die Natürlichkeit der Bewerberin.


Das geht noch besser:

Leider ist der Bildausschnitt falsch gewählt. Der Kopf ist zu präsent und lässt das Bild aufdringlich erscheinen. Das Bewerbungsfoto gibt keinerlei Hinweise auf die Kleiderwahl der Bewerberin, ein nicht unerhebliches Kriterium für Personalberater. Schließlich muss die Bewerberin künftig durch Ihren Auftritt das Unternehmen nach außen hin repräsentieren. Ein Teil der Kleidung sollte daher auf dem Bewerbungsfoto sichtbar sein. Außerdem könnten die Haare sorgfältiger liegen.

 

Grundsätzliche Tipps zum Bewerbungsfoto

Achten Sie darauf, dass Ihr Foto nicht älter als zwölf Monate ist. Auf einem perfekten Bewerbungsbild ist der Kopf- und etwas erweiterte Schulterbereich zu sehen. Ganzkörperbilder sind ungeeignet. Es wird als störend empfunden, wenn Ihre Hände auf dem Foto zu sehen sind, besonders, wenn Sie sich ins Gesicht fassen. Auch bei querformatigen Bewerbungsfotos sollte Ihr Kopf nicht oder nur minimal angeschnitten sein.

Richten Sie den Blick direkt in die Kamera, sodass ein „Quasi-Blickkontakt“ mit dem Betrachter zustande kommt. Achten Sie bitte darauf, dass Sie den Kopf gerade halten. Eine Kopfneigung nach unten suggeriert eine gewisse Schüchternheit, eine nach hinten geneigte Kopfhaltung könnte einen überheblichen Eindruck erwecken. Viel besser kommen eine gerade Kopfhaltung und ein offener Blick an. So wirken Sie selbstbewusst und aufgeschlossen.

Ein Bewerbungsfoto ohne gewinnendes Lächeln ist nur die Hälfte Wert. Schließlich möchten Sie, dass auf ersten Blick der Sympathiefunke überspringt. Ein Lächeln mit leicht geöffneten Lippen, das einen kleinen Blick auf die oberste Zahnreihe freigibt, wirkt am sympathischsten. Übertriebenes Grinsen oder schelmisches Lächeln sind auf dem Bewerbungsfoto nicht sehr hilfreich.

Richten Sie den Dresscode nach Ihrem Beruf und nach der angestrebten Position. Grundsätzlich gilt: Kleiden Sie sich eher etwas konservativer und schicker. Bevorzugen Sie lieber gedeckte Farben. Eine gute Passform der Kleidung (nicht zu groß, nicht zu klein) ist Voraussetzung, um einen guten ersten Eindruck zu machen. Knitter- oder Freizeitlook ist für ein Bewerbungsfoto ungeeignet – selbst wenn es gerade der aktuellste Modeschrei ist.

Für Frauen und Männer gleichermaßen ist ein gepflegtes Äußeres Pflicht. Wenn Ihre Haut stark glänzt, pudern Sie sich unbedingt ab. Auch extreme Urlaubsbräune hat auf dem Bewerbungsfoto nichts zu suchen. Natürliche Frische ist die Devise.

Ein wichtiges Bildelement auf dem Bewerbungsfoto ist der Bildhintergrund. Ist er falsch gewählt, lenkt er vom Bewerber ab und gibt dem Bild eine falsche Botschaft mit. Optimal ist ein neutraler Hintergrund ohne erkennbare Gegenstände.  Helle Hintergründe wirken freundlicher, zu helle Hintergründe machen farblos und blass. Die häufig auf Bewerbungsfotos strapazierte weiße Tapete oder der grüne Busch neben der Gartenterrasse sind für ein Bewerbungsfoto allerdings keine Alternative. Und Urlaubsfotos gehören allenfalls ins Album.
 

Tipps für Männer zum Bewerbungsfoto

Für alle Berufe gilt, mit einem Hemd sind Sie immer besser angezogen, als in einem Shirt. Kurze Ärmel sind für ein Bewerbungsfoto nicht geeignet. Um große Muster auf Hemd oder Krawatte machen Sie besser einen Bogen. Es macht einen guten Eindruck, wenn der Krawattenknoten sorgfältig gebunden wird und mittig ausgerichtet ist. Auch der Hemdkragen sollte einwandfrei liegen.

Eine gute Rasur oder ein gepflegter Bart sind eine Selbstverständlichkeit. Die Haare sollten ordentlich gekämmt sein. Bitte benutzen Sie nicht übertrieben viel Haargel. Natürlichkeit ist besser. Tragen Sie auf dem Bewerbungsbild keinen Schmuck, das wirkt unseriös. Fotos beim Ausüben von Hobbys können dynamisch wirken, sind aber nicht geeignet.


Tipps für Frauen zum Bewerbungsfoto

Zu einem gepflegten Auftreten gehört ein angemessenes Make-up. Leider wird gerade auf Bewerbungsbildern regelmäßig überschminkt. Ein Abend-Make-up hat auf einem Bewerbungsfoto nichts zu suchen. Auch auffälliger Schmuck oder ein Schal gehören keinesfalls zu den sinnvollen Accessoires.

Gerade bei Frauen ist die Wahl der Garderobe ein Statement. Ein seriöser Kleidungsstil ist zu empfehlen. Im Freizeitlook sollten Sie besser nicht aufs Bewerbungsbild. Schreiende Farben oder wilde Muster erschweren einen guten Eindruck. Gleiches gilt für ein tiefes Dekolleté und freie Schultern. Knitterlook ist ebenfalls nicht geeignet. Achten Sie darauf, dass Ihre Kleidung eine gute Passform hat und sitzt.

Ein ordentlicher Haarschnitt ist unerlässlich. Ungepflegte Haare und herausgewachsene Farbansätze sind ein echter Chancenkiller für Ihre Bewerbung. Frauen mit langen Haaren sollten die Haare besser hinter die Schultern legen und ihr Gesicht uneingeschränkt zeigen. Es ist vorteilhaft, wenn Sie die Haare hochstecken oder zusammenbinden. Studien haben gezeigt, dass Frauen, die auf dem Bewerbungsfoto weniger weiblich wirken, bessere Chancen haben.



Häufige Fragen: FAQ zu Bewerbungsfoto Beispiele

Welche Kleidung trägt man auf Bewerbungsfotos?
Grundsätzlich gilt: Besser etwas schicker und klassischer kleiden auf einem Bewerbungsfoto! Es ist bei der Kleiderwahl darauf zu achten, dass die Kleidungsstücke passen (nicht zu groß und nicht zu klein). Alles sollte sauber und gebügelt sein (Knitterlook ist immer ungeeignet!). Denken Sie daran, den Kragen perfekt zu richten und den Faltenwurf Ihrer Kleidung zu überprüfen und glattzustreichen. Die Auswahl der Kleidung sollte der aktuellen Mode entsprechen. Hemden und Blusen sind einfachen T-Shirts vorzuziehen, das sieht gepflegter aus. Für höhere Positionen sowie im Businessbereich sind bei Herren Anzüge mit Krawatte und bei Frauen Kostüm oder Blazer zu empfehlen. Bei der Farbwahl sind gedeckte Farben zu bevorzugen. Große Muster oder Glitzer passen nicht auf ein Bewerbungsfoto. Die Kleidung sollte hochgeschlossen sein und nicht zu viel Haut zeigen. Es macht einen guten Eindruck, wenn die Kleidung typgerecht gewählt wird und die Farbkombinationen gut zusammenpasst.


Wie sehen gute Bewerbungsfotos aus?
1. Bildausschnitt: Auf einem Bewerbungsfoto soll das Gesicht im Mittelpunkt stehen. Daher umfasst der typische Bildausschnitt bei einem Bewerbungsfoto die Kopf- und Schulterpartie. Das hat den Vorteil, dass das Problem, wohin mit den Armen und Händen, nicht entsteht. 2. Hintergrund: Um nicht vom Gesicht abzulenken, ist es sinnvoll, den Bildhintergrund neutral zu halten. Ideal ist ein einfarbiger Hintergrund mit Farbverlauf. Urlaubsfotos oder Bilder mit Tapete sehen weniger seriös aus. Optimal ist es, wenn der Hintergrund passend zu den Kleiderfarben gewählt wird. 3. Gesichtsausdruck: Perfekt für das Bewerbungsfoto ist ein offenes, freundliches Lächeln, bei dem die Zähne zu sehen sind. 4. Der Blick: Es ist darauf zu achten, dass der Blick beim Bewerbungsbild auf Augenhöhe des Betrachters ist. Eine Kopfhaltung, die nach vorne geneigt ist, erweckt schnell den Eindruck, dass der Blick von oben herab wirkt. Geht der Blick von unten nach oben, wirkt der Blick, als würde man zum Betrachter aufschauen. Auch das ist bei einem Bewerbungsfoto nicht erwünscht. 5. Kleidung: Die Kleiderwahl sollte insgesamt einen seriösen Eindruck erwecken – daher lieber etwas schicker kleiden. Gedeckte Farben sind passender als schrille Farben. Helle Farben wirken insgesamt freundlicher. Große Muster bei der Kleidung lenken vom Blick ab.

Darf man Schmuck auf Bewerbungsfotos tragen?
Kleine Schmuckstücke, wie eine unauffällige Halskette oder kleine Ohrstecker stören auf einem Bewerbungsfoto nicht. Solche Kleinigkeiten wirken gepflegt und sagen aus, dass die Person Wert auf ihr Äußeres legt. Das wird insgesamt als positiv angesehen. Die großen Klunker oder aufdringlicher Schmuck haben auf einem Bewerbungsfoto nichts zu suchen. Glitzer und Glamour geben dem Bild eine falsche Botschaft.


Kann ich ein Selfie als Bewerbungsfoto nehmen?
Ein Bewerbungsfoto schnell selbst knipsen ist keine gute Idee. Schließlich erkennen auch Laien auf den ersten Blick, ob das Foto professionell ist oder nicht. Um ein Bewerbungsfoto selbst zu machen, müssen einige Voraussetzungen gegeben sein. Als Erstes benötigen Sie eine hochwertige Kamera. Für einen gelungenen Hintergrund sollte man sich mit Tiefenschärfe auskennen. Außerdem braucht man ausreichende Kenntnisse über Licht, damit das Gesicht richtig zur Geltung kommt. Grundsätzlich ist es hilfreich, wenn eine zweite Person Tipps zur Körperhaltung und zum Gesichtsausdruck gibt.

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Sabine Ratermann