Bewerbung Layout:

Die besten Tipps für die Gestaltung





Eine schriftliche Bewerbung muss in jeder Hinsicht überzeugen – und zwar nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch. Wer einen makellosen beruflichen Werdegang vorweisen kann, hat gute Karten – aber nur, wenn die Unterlagen nicht wie Kraut und Rüben aussehen. In der Summe liefern Sie sonst im Eindruck nur ein mäßiges Bild ab. Übersichtlichkeit und eine klare Struktur in der Bewerbung werden als Indiz für eine strukturierte Arbeits- und Denkweise angesehen.

Deshalb ist es wichtig, sich um das Layout der Bewerbung ein paar Gedanken zu machen. Als Layout wird die Text- und Bildgestaltung einer Seite bezeichnet. Ein gutes Layout vermittelt einen ersten Eindruck, macht neugierig (oder auch nicht) und unterstützt das Verständnis für den Inhalt (oder auch nicht).

Die Summe der vielen kleinen Layoutdetails ist am Ende das, was den Gesamteindruck Ihrer Bewerbung ausmacht und zum Erfolg führt. Vom Einleitungssatz bis zum Schlusssatz - von den Abständen bis zu den I-Tüpfelchen - das Gesamtpaket macht den entscheidenden Unterschied! Eine gute Bewerbung lässt unbedingt den Schluss zu, dass Sie auch fachlich gut arbeiten.

 

     Anordnung und Organisation von Bildern, Grafikelementen und
              Text auf einer Seite: Das kann ein gutes Layout

                  Das Layout macht neugierig auf den Inhalt

                   Das Layout generiert Aufmerksamkeit

                  Eine gute Darstellung generiert Lesekomfort

                   Eine gute Darstellung verhilft zum besseren Verständnis

                   Farbgestaltung erhöht den Wiedererkennungswert

                  Das Layout beeinflusst den ersten Eindruck positiv oder negativ

                  Das Layout weckt bestimmte Emotionen

                  Das Layout kann Wirkung erzielen



Warum Sie Bewerbungsmuster und Bewerbungsvorlagen als Ideenquelle nutzen sollten

Niemand schüttelt ein perfektes Bewerbungslayout aus dem Ärmel, es sei denn, Sie sind selbst Personaler und haben täglich Bewerbungen auf dem Tisch. Dann wissen Sie natürlich, wie ein erfolgreiches Layout aussehen muss. Es lohnt sich also, vorab nach Mustern und Ideen zu gucken, um die eine oder andere Anregung für ein passendes Layout zu entdecken. Spicken bei den Besten ist immer erlaubt – Inspiration holen immerhin ein Anfang.

Bis das eigene Layout steht, ist das persönliche Zeitkonto oft schon stark strapaziert. Es ist keine Kleinigkeit, Farben, Schriftarten, Schriftgrößen etc. auszusuchen und ansprechend zu kombinieren. Um den Zeitaufwand abzukürzen, greifen viele Bewerberinnen und Bewerber auf fertige Bewerbungslayouts zurück, die speziell zu Bewerbungszwecken optimiert wurden und optisch überzeugen. Der Vorteil: So bleibt mehr Zeit, um den Fokus auf ausgeklügelte Formulierungen zu legen. Eine Bewerbungsvorlage im Wordformat als Basis zu verwenden und an die eigenen Vorstellungen entsprechend anzupassen, ist unter Umständen eine praktikable Lösung.


Wahl der Schriftart im Layout der Bewerbung

Die Optik einer Bewerbung dient auch der Imagepflege. Sogar die Wahl einer Schriftart lässt Rückschlüsse auf die Bewerberin oder den Bewerber zu. Klingt zunächst weit hergeholt – ist es aber nicht. Denn Schriftbilder können konservativ oder modern, flippig oder stylisch wirken und geben so einen Blickwinkel auf die Person dahinter preis.

Tatsächlich versucht ein Leser, aus den vielen kleinen Details Ihrer Bewerbung sich ein authentisches Bild von Ihnen zu machen. Deshalb müssen Sie gut planen, welche Performance von Deckblatt, Lebenslauf und Anschreiben von Ihnen gewünscht ist und Erfolg verspricht. Letztlich ist es immer eine Frage der Perspektive, welcher Ansatz zum Ziel führt. Entscheidend ist, wie Sie den Personaler einschätzen, falls bereits Kontakt bestand oder in welcher Branche Sie arbeiten. Für Kreative gilt sicher ein anderer Ansatz als für einen konservativen Arbeitgeber.

Wie läuft es in der Praxis? Meist nehmen Bewerbungsschreiber einfach eine Schrift, die gut zu lesen ist und selbst maximal gefällt. An der Methode ist auch grundsätzlich nichts auszusetzen. Ihr Geschmack – Ihr Image. Wie die Auswahl der Schriftart interpretiert wird, liegt immer im Auge des Betrachters und ist kaum vorhersehbar. Häufig laufen solche Prozesse ohnehin nur im Unterbewusstsein ab. Beispielsweise fühlt sich ein Leser nicht wohl mit der Bewerbung, weil er sich beim Lesen sehr anstrengen muss. Das passiert schnell, wenn die Schriftart zu klein oder zu verschnörkelt gewählt wurde.

Deshalb müssen praktische Aspekte bei der Wahl der Schriftart die Hauptrolle spielen. Nichts darf vom Inhalt ablenken – alles muss gut lesbar sein! Auch wenn Sie selbst über Adleraugen verfügen und Kleingedrucktes spielend lesen können – nicht jeder kann da mithalten. Gerade ältere Personaler kommen bei kleinen Schriftgrößen an ihre Grenzen - das müssen Sie bedenken.

 

   Diese Anforderungen an eine Schriftart sollten Sie stellen

                  Fürs Auge gut und leicht lesbar sein (keine Schreibschriften o.ä.)

                  Seriös sein (keine lustigen Schriften)

                  Zur Branche passen (kreativ / konservativ / neutral)

                   Zu Ihnen und Ihrem Image passen

                   Zum restlichen Design der Bewerbungsunterlagen passen

                   Zur Textmenge passen (Anschreiben max. 1 Seite)



 

Schrift mit oder ohne Serifen wählen?

Serifen sind kleine, querverlaufende Hilfsstriche am oberen und unteren Rand der Buchstaben. Es ist erwiesen, dass Schriftarten mit Serifen etwas besser vom Auge gelesen werden können, das macht sich vor allem beim Lesen von längeren Texten bemerkbar.


 Schriftbeispiel Bewerbung Serifen

 
 
Inwieweit Serifenschriften bei einer Bewerbung vorteilhaft sind, bleibt dahingestellt. Letztlich hat das Anschreiben nur Platz für einen einseitigen Text und der Lebenslauf wird in Stichpunkten gestaffelt, die auch ohne Serifen gut lesbar sind. Für welche der beiden Schrifttypen Sie sich entscheiden, ist am Ende eine reine Geschmacksfrage. Bewerbungsentscheidend wird es nicht sein.

 

Diese Schriftarten eignen sich für ein Bewerbungs-Layout

Schriftart Bewerbung Arial

Schriftart Bewerbung Times New Roman

 Schriftart Bewerbung Century Gothic

Schriftart Bewerbung Calibri

Schriftart Bewerbung Georgia

Schriftart Bewerbung Cambria

Schriftart Bewerbung Verdana

Schriftart Bewerbung Corbel

Schriftart Bewerbung Tahoma

 

Schriftarten im Layout der Bewerbung

Die verschiedenen Schriftarten geben der Bewerbung jeweils einen besonderen Look und wecken beim Betrachter entsprechende Emotionen. Viele Leser mögen gängige Schriftarten, die dem Auge vertraut sind. Daher ist es in einer Bewerbung gar nicht notwendig, exklusive Schriftarten aus dem Hut zu zaubern. Aussagen, die von Standardschriften dringend abraten, da sich Personaler sonst schnell beim Lesen langweilen, sind meiner Ansicht nach etwas sehr weit hergeholt!

Wichtig ist, dass alles aus einem Guss ist – von einem Mix aus verschiedenen Schriftarten ist abzuraten. Schnell kann der Eindruck entstehen, der Schriftmix entstand durch mangelnde Sorgfalt oder eine unkonzentrierte Arbeitsweise.

Ideal sind ohnehin nur Schriftarten, die bei den üblichen Schreibprogrammen (z.B. Word) bereits vorinstalliert sind. Warum ist das so? Wenn Sie sich eine Designerschrift aussuchen, kann es vorkommen, dass der Rechner die Schrift nicht richtig einbetten kann. Sogar bei der Umwandlung in ein Pdf-Format kann es zu Abbildungsfehlern kommen. Deshalb ist beim Bewerbungsschreiben von Spezialfonds, die extra auf dem Rechner installiert werden müssen, unbedingt abzuraten!

Gerade bei einer Bewerbung, die perfekt aussehen muss, sollten Sie, was die Schriftart angeht, keinerlei Risiken eingehen. Es empfiehlt sich deshalb, bei Designerschriften nach der Konvertierung ins Pdf-Format genauestens nach etwaigen Fehlern Ausschau zu halten. Ist die Pdf-Konvertierung einwandfrei, so wird sie auch beim Adressaten fehlerfrei angezeigt, ohne dass dieser den speziellen Font (=Schriftart) installieren muss. Tipp: Grundsätzlich sollten Sie immer Ihre Bewerbung im Pdf -Format versenden.

Manche sagen, es ist eine guter Tipp, die Bewerbung in der Schriftart schreiben, die auf der Firmenwebsite abgebildet ist, um so zum Leser eine gewisse Vertrautheit aufzubauen. Zwar ist die Idee prinzipiell gut, allerdings werden für Webseiten im Netz oftmals Webfonts verwendet, die nicht zu den üblichen Standardschriften gehören.

Diese Webfonts sind speziell für die digitale Nutzung konzipiert und können sich automatisch an unterschiedliche Bildschirmauflösungen anpassen. Der Nachteil: Dadurch zeigen sich bei der Konvertierung ins Pdf-Format häufig unschöne Treppeneffekte. Das bedeutet, dass die Schrift verschwommen, verzerrt oder verpixelt dargestellt wird. Treppeneffekte sehen spätestens beim Ausdruck unschön aus. Und Sie müssen immer damit rechnen, dass Ihre Bewerbung ausgedruckt wird und in einen Ordner wandert!


Wahl der Schriftgröße im Bewerbungslayout

Eine allgemeingültige Standardgröße für eine Schrift in der Bewerbung gibt es nicht. Als Orientierungshilfe können Sie sich nach der DIN Norm 5008 für Geschäftsbriefe richten. Aber eigentlich reicht schon gesunder Menschenverstand aus!

In den meisten Bewerbungen werden Schriftgrößen zwischen 10 bis 13 verwendet. Aber es sind auch Zwischengrößen von x,5 möglich, zum Beispiel Arial 10,5. Um eine Zwischengröße einzugeben, bedienen Sie nicht das Dropdownmenü mit dem Pfeil nach unten, sondern markieren mit dem Mauszeiger die Schriftgröße (z.B. 11) und tippen auf der Tastatur die gewünschte Zwischengröße ein (z.B. 11,5) und drücken die Entertaste. So können Sie die Schriftgröße perfekt auf die Textmenge im Anschreiben abstimmen. Je kleiner die Schriftgröße, desto mehr Text passt auf die Seite – und umgekehrt. Das soll aber nicht heißen, dass jeder, der keine Lust hat viel zu schreiben, einfach eine große Schrift wählt!

Wenn Sie sich für eine Zwischengröße entscheiden, beachten Sie bitte, dass Sie im Lebenslauf die gleiche Schriftgröße verwenden, denn das Schriftbild in der Bewerbung sollte möglichst einheitlich sein – um Stetigkeit zu demonstrieren. Kleinere Schriftgrößen als 10 sind in der Regel zu unleserlich – nicht jeder hat sehr gute Augen.


Es gibt mehrere Indizien, die Einfluss nehmen auf die Wahl der Schriftgröße

   Das sollten Sie bei der Schriftgröße bedenken

                      gute Lesbarkeit gewährleisten (nicht zu groß und nicht zu klein)

                      bei viel Text die Schrift etwas kleiner wählen
                            (alles muss im Anschreiben auf eine Seite passen!)

                    bei wenig Text die Schrift etwas größer wählen
                           (die Seite sollte schon einigermaßen gefüllt aussehen)



Beispiel Schriftgröße Bewerbung

 

Überschriften und Hervorhebungen im Layout einer Bewerbung

Um den eigenen Namen im Absender oder den Betreff im Anschreiben optisch hervorzuheben, ist es möglich, die entsprechenden Textpassagen ein bis zwei Nummern größer darzustellen. Das gilt auch für die einzelnen Rubriken im Lebenslauf oder sonstige sinnvolle Hervorhebungen. Ziel ist es, in der Bewerbung die Darstellung der Informationen so übersichtlich wie möglich zu gestalten, damit der Leser sich schnell ein objektives Bild von Ihrem Werdegang machen kann. Achten Sie unbedingt darauf, dass die Hervorhebungen einheitlich gestaltet werden, das heißt, alle Überschriften erhalten die gleiche Formatierung. Kursivschriften sollten nur sparsam oder noch besser, gar nicht verwendet werden.


Schriftfarbe und Zeilenabstand im Layout einer Bewerbung

Es ist üblich, Bewerbungen mit schwarzer Schrift auf weißem Grund zu gestalten - und das aus gutem Grund. Durch den hohen Kontrast ergibt sich eine ausgesprochen gute Lesbarkeit. Aber auch abgestufte Schwarztöne bis hin zu Grau werden regelmäßig verwendet. Dabei ist zu beachten, dass bei helleren Tönen die Lesbarkeit nicht verloren geht.

Was ist mit buntem Text? Erlaubt ist natürlich, was gefällt – allerdings gefallen Quietschfarben in Sachen Bewerbung nicht jedem. Auf der sicheren Seite sind Sie, wenn Sie sich mit farblichen Akzenten im Text nur auf Details beschränken. Beispielsweise können Sie den Betreff oder Ihren Absender durch eine passende Farbe hervorheben. Die Farbwahl sollte eher aus dem Bereich Weinrot, Dunkelblau oder Dunkelgrün kommen als aus Neongelb, Blassrosa oder Strumpfhosenbeige.



 

 

Zeilenabstand beim Bewerbungslayout

Auch der Zeilenabstand ist mit Bedacht zu wählen und sollte sowohl der Optik als auch der Textlänge Rechnung tragen. In Bewerbungen werden die üblichen Zeilenabstände für Geschäftsbriefe verwendet. Einzeilige Abstände, zweizeilige Abstände oder ein Zwischenabstand von 1,5 Zeilen sind nicht zu beanstanden. Für welchen Abstand Sie sich entscheiden hängt auch von der gewählten Schriftart ab. Hier hilft nur ausprobieren und testen. Am Ende muss eben alles auf eine Seite passen ohne dass beim Lesen die Augen tränen.


   So ändern Sie den Zeilenabstand im Word-Dokument

 

 

Textausrichtung: Blocksatz oder Flattersatz im Layout

Eigentlich könnte man denken, der Blocksatz in einer Bewerbung sieht aufgeräumter aus und wirkt dadurch solider.  Durch den geraden rechten Rand ergibt sich eine gleichmäßige Optik, die auf den ersten Blick als angenehm empfunden wird. Tatsächlich aber ist der Blocksatz für eine Bewerbung nicht optimal geeignet.

Flattersatz und Blocksatz in der Bewerbung
Um einen gleichmäßigen rechten Rand zu erhalten, werden beim Blocksatz die Wortabstände für jede Zeile unterschiedlich groß dargestellt. Durch die vielen mehr oder weniger großen Lücken zwischen den Wörtern wirkt das Textbild fürs Auge sehr unruhig und ist schlechter lesbar. Auch beim Springen in die nächste Zeile tut sich das menschliche Auge schwerer, wenn die Zeilenenden akkurat in einer Linie sind. Begründung: Es gibt weniger markante Punkte, an dem sich das Auge orientieren kann.

Viel angenehmer für den Leser ist deshalb der Flattersatz - und sollte deshalb für Bewerbungen verwendet werden. Mein Tipp: Verzichten Sie auf den Blocksatz, wenn Sie das Wohlfühlgefühl für Leseraugen unterstützen möchten.

 

Absätze im Bewerbungslayout

Die eigentliche Struktur bekommt das Anschreiben durch eingefügte Absätze. Nur so wird der Text übersichtlich und der Inhalt ist leicht nachzuvollziehen. Meist wird das Anschreiben in vier bis fünf größere und kleinere Absätze eingeteilt, von dem jeder ein kleines Unterthema behandelt.

 

   So gliedern Sie die Absätze im Abschreiben

             Absatz 1:   Jobeignung:
                                           Was mache ich aktuell?
                                           Welche Berufserfahrung habe ich?

                 Absatz 2:     Welche Erfolge habe ich auf meinem Gebiet?
                                            Was ist mein Verantwortungsbereich?
                                            Was sind meine Stärken?

                 Absatz 3:      Warum möchte ich unbedingt dort arbeiten?

                Absatz 4:       Wann kann ich frühestens anfangen und, falls gefragt wird,
                                             wie sind meine Gehaltsvorstellungen?

                Absatz 5:       Die Bitte um ein Vorstellungsgespräch

 

 

Layout Absätze

Um eine gute Optik zu erreichen, wird bei einem Absatz nicht nur eine neue Zeile angefangen, sondern auch eine zusätzliche Leerzeile eingefügt, damit eine deutliche Absatzstruktur entsteht.
Als Faustregel für Absätze im Bewerbungsschreiben gilt: Ein Absatz sollte mindestens drei Zeilen und maximal sieben Zeilen umfassen. Natürlich sind das nur grobe Richtwerte und eine Empfehlung, wenn es mal ein, zwei Zeilen mehr sind, schmälert das nicht Ihren Bewerbungserfolg.

 

Layouttipp: Aufzählungen im Anschreiben

Im Lebenslauf wird kein Fließtext verwendet, sondern die Fakten mit stichpunktartigen Aufzählungen dargestellt. Das hat den Vorteil, dass die Vita übersichtlich und kompakt dargestellt werden kann. Ein ausformulierter Text würde da sim Lebenslauf nicht schaffen, weil es viel Zeit kostet, einen langen Text zu lesen. 

Aber wie ist es mit dem Anschreiben – darf hier auch mit Aufzählungen und Bulletpoints gearbeitet werden? Klare Antwort: Nein. Das Bewerbungsschreiben sollte insgesamt als Text verfasst werden, und zwar aus mehreren Gründen:

 

     Darum sollten Sie keine Aufzählungen im Bewerbungsanschreiben
              verwenden


                        Ein gut ausformulierter Text vermittelt dem Leser einen
                                 Eindruck von der Kommunikationsstärke des Jobaspiranten.
                                 Wie eloquent (wortstark) ist die Bewerberin oder der Bewerber?
                                 Eine hervorragende Kommunikationsfähigkeit ist für viele
                                 Unternehmer  ein relevantes Skill.

                         Der Platz im Anschreiben sollte bestmöglich genutzt werden,
                                 um die Jobeignung nachzuweisen. Das gelingt in Textform
                                 wesentlich überzeugender.

                        Der Anschreibentext muss auf eine Seite passen. Aufzählungen
                                 beanspruchen viel Platz, der Abstand zum Text darüber und
                                 darunter muss eingehalten werden, und zwischen den
                                 Bulletpoints wird eine Leerzeile eingefügt, damit Optik
                                 und Übersichtlichkeit nicht leiden. Dieser Platz kann besser
                                 genutzt werden, um  die Jobeignung nachzuweisen.

                       Reine Aufzählungen, wie „ich bin teamfähig, belastbar und
                                flexibel“ geben einer Bewerbung wenig Schlagkraft, schließlich
                                kann das jeder von sich behaupten! Erst die entsprechenden
                                Begründungen weisen die Jobeignung tatsächlich nach:

                                „Ich bin teamfähig; als Teamleiterin der Arbeitsgruppe DSGVO
                                konnte ich erfolgreich die neuen Europäischen Datenschutz-
                                bestimmungen in unserer Firma etablieren.“ Diese wichtigen
                                Begründungen fallen bei bloßen Aufzählungen leider unter den
                                Tisch.


 

Bewerbungslayout: Der Zeilenabstand nach DIN 5008 für Geschäftsbriefe

Das Layout des Bewerbungsanschreibens richtet sich nach den Gepflogenheiten für Geschäftsbriefe. Die Regeln dafür stehen in der DIN-Norm 5008. Dort ist genau festgehalten, wie groß etwa die Ränder sein sollten, was in welcher Zeile steht und welche Bestandteile und welchen Aufbau ein geschäftlicher Brief hat.

Es kann also nicht schaden, sich als Bewerber an diesem Grundgerüst zu orientieren. Aber eine Bewerbung hat gegenüber einem Geschäftsbrief auch Eigenheiten. Schließlich muss alles auf eine Seite passen und Optik und Wiedererkennungswert spielen eine wesentliche Rolle.  Daher sollte die DIN 5008 in Bewerbungen nicht überbewertet werden.

 

 

Zeilen

 
Beschreibung

Oberer Seitenrand 2,0 cm
Linker Seitenrand 2,5 cm
Rechter Seitenrand 2,0 cm
Unterer Seitenrand 2,5

 
leer lassen
Zeilen 1-4 nach dem oberen Rand
 
Fügen Sie hier links- oder rechtsbündig
die Anschrift des Absenders ein 
(Vor- und Zuname, Adresse und die
Kontaktdaten (Telefon und E-Mail))

Zeilen 6-8  
leer lassen. Über dem Adressfeld kann
auch kleingedruckt nochmals die Adresse
des Absenders in einer Zeile eingefügt
werden.

Zeilen 9-14  
Fügen Sie hier linksbündig die Anschrift
des Unternehmens ein.
Dabei ist die genaue Firmenbezeichnung
(siehe Impressum der Website) zu verwenden.
Unter dem Firmennamen kommt der Name des
Ansprechpartners (Beachte: das Kürzel z.Hd.
ist veraltet und entfällt!)
Achtung: Es wird bei der Adresse keine
Leerzeile zwischen Straße und Ort eingefügt!

Zeilen 17-18
 
Bleiben in der Bewerbung leer

Zeilen 21-22  
Der Betreff in der Bewerbung sollte
immer aus zwei Zeilen bestehen.
Zeile 1: Bewerbung als xy
Zeile 2: Ihr Stellenangebot in .. vom ..
Das Wort „Betreff:“ ist altmodisch
und wird der Betreffzeile nicht mehr
vorangestellt. Der Betreff wird häufig in
Fettschrift dargestellt.
Am Ende des Betreffs wird kein Punkt
gesetzt.

Zeile 25
   
Zeile für die personalisierte Anrede
„Sehr geehrte Frau xy,“
„Sehr geehrter Herr xy,“
Am Ende der Anrede wird immer ein
Komma gesetzt!

Zeile 27
   
Textbeginn: Da nach der Anrede immer ein
Komma steht, sollte der Textanfang klein
geschrieben werden.
Außer, er fängt mit einem Substantiv an
– dann natürlich nicht, da Substantive
großgeschrieben werden.

Ende des Textblocks + eine Leerzeile
   
Verabschiedung: Mit freundlichen Grüßen
Hinter „Grüßen“ bitte kein Satzzeichen setzen.
Die handschriftliche Unterschrift kann in den
nächsten drei Zeilen erfolgen, darunter kann
die Unterschrift nochmals abgetippt stehen.

Anlagen
   
Anlagenvermerk: Das Wort Anlagen kommt
mit einer Zeile Abstand unter die
tastaturgeschriebene Unterschrift und
signalisiert dem Leser, dass noch Anlagen
(z.B. der Lebenslauf) beigefügt sind.

Postskriptum
   
Ein PS in der Bewerbung muss sehr gut
überlegt werden – kann auch schnell peinlich
werden! Wer nicht die tollste Idee hat,
sollte es besser weglassen!)

 

Deckblatt, Lebenslauf und Anschreiben sind fertig. Das Layout ist toll geworden, die Inhalte überzeugen. Jetzt muss alles noch in die richtige Reihenfolge gebracht werden, damit der Leser sich schnell zurechtfindet in den Bewerbungsunterlagen.

 

   Die Reihenfolge der Unterlagen in der Bewerbungsmappe

                1.     Obendrauf liegt das Anschreiben lose – es wird nicht
                          in die  Bewerbungsmappe mit eingeheftet!

                2.      Deckblatt ggf. mit Bewerbungsfoto

                3.      Tabellarischer Lebenslauf (nur mit Foto, falls kein
                           Deckblatt  vorhanden)

                4.     Motivationsschreiben (wird hauptsächlich bei
                         Führungspositionen verlangt)

                5.      Referenzen

                6.      Arbeitszeugnisse / qualifizierte Arbeitszeugniss

                7.       Zeugnisse zum Schul- bzw. Berufsabschluss

                8.       Zertifikate / Weiterbildungen / Schulungen

 

Fazit zum Layout der Bewerbung

Eine Bewerbung muss auch optisch überzeugen. Eine gute Darstellung sorgt für Aufmerksamkeit und erhöht den Lesekomfort. Bewerbungsvorlagen oder Muster können als Ideenquelle genutzt werden und bringen Zeitersparnis. Bei der Wahl der Schriftart muss auf eine gute Lesbarkeit geachtet werden. Ob Sie sich für eine Schrift mit oder ohne Serifen entscheiden, ist reine Geschmackssache.

Bei den Schriftarten sollten Sie den Standardschriftarten den Vorzug geben. Wichtig ist, dass Sie keinen Schriftmix in der Bewerbung verwenden. Die übliche Schriftgröße bewegt sich je nach Typ zwischen 10 und 13. Bei der Auswahl der Schriftfarbe steht die Lesbarkeit im Vordergrund. Das gleiche gilt für den Zeilenabstand.

Der Flattersatz ist für eine Bewerbung viel besser geeignet. Ein Bewerbungsschreiben gliedert sich in vier bis fünf Absätze. Dazwischen wird immer eine ganze Leerzeile eingefügt. Im Anschreiben sollte nur Fließtext und keine Aufzählungen verwendet werden. Für das Bewerbungsschreiben wird die DIN 5008 für Geschäftsbriefe zugrunde gelegt. Es gibt eine feste Reihenfolge für die Sortierung in der Bewerbungsmappe.

Bewerbungshilfe und Bewerbungsservice von peopleatventure.de

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Sabine Ratermann