Mit einer Initiativbewerbung punkten

Wieder keine passenden Stellenangebote gefunden?

Initiativbewerbung


Versuchen Sie es doch einmal ganz anders! Wenn Ihre Wunschfirma nicht bei den Stellenangeboten zu finden ist - kein Grund, gleich aufzugeben. Schließlich kann eine Initiativbewerbung genauso erfolgreich verlaufen, wie eine klassische Bewerbung auf eine Stellenanzeige. Ein Versuch, sich auf eigene Faust zu bewerben, ist es allemal wert. Ein Vorteil hat`s jedenfalls: Sie sind konkurrenzlos.

Initaivbewerbung und klassische Bewerbung Schaubild


Die Initiativbewerbung

Anpacken, aber wie? Wer denkt, eine Initiativbewerbung geht tausendmal leichter von der Hand, der irrt. Üblicherweise hangelt sich eine Bewerberin oder ein Bewerber beim Schreiben durch die Vorgaben eines Stellenangebots. Dort steht genau drin, welche Qualifikationen gefordert und welche Erfahrungen verlangt werden. Entsprechend kann die Bewerbung auf den Punkt ausformuliert werden. Bei einer Initiativbewerbung müssen Sie viel kreativer sein, und sich selbst einen Plan austüfteln. Was könnte das ausgeguckte Unternehmen in meinem Bereich überzeugen? Was habe ich im Programm, das dort gut ankommt?

Sie sollten als Initiativbewerber sehr genau wissen, was Sie können und was Sie wollen. Analysieren Sie daher sich selbst und potenzielle Arbeitgeber genau und überlegen sich, wie Sie mit Ihren Qualifikationen ins Team passen. Es ist hilfreich, wenn Sie Ihre Bewerbung an Unternehmen richten, die in der Vergangenheit bereits adäquate Stellenprofile gesucht haben. So steigen Ihre Chancen auf einen Job, der passgenau mit Ihren persönlichen Kenntnissen und Berufserfahrungen übereinstimmt.


Warum haben Unternehmen Interesse an Initiativbewerbungen?

Fachkräfte werden in Deutschland mittlerweile händeringend gesucht. Schon allein deshalb sind Initiativbewerbungen gerne gesehen. Immer häufiger werden in den Firmen extra Bewerberpools angelegt. Das sind Bewerbungssammlungen, die zeitnah aktualisiert werden und auf die bei Bedarf zugegriffen werden kann. Eine preiswerte Variante, denn Anzeigenschalten und Bewerbungssichten kostet jede Menge Zeit und Geld.

TIPP: Mit der Suchanfrage "Initiativbewerbung Firma xy" können
        Sie sofort feststellen, ob Ihre Bemühungen
auf fruchtbaren
        Boden fallen.

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Mit Köpfchen bewerben

Starten Sie intensive Recherchen mit Hilfe bekannter Suchmaschinen und stellen Sie sich eine Liste potentieller Wunschunternehmen zusammen. Wenn die Liste steht, geht’s an die Detailrecherchen. Erste Anlaufstellen sind hierbei natürlich die Webseiten der Unternehmen. Aber auch Presseinformationen oder Social Media helfen bei der Ausarbeitung einer sinnvollen Taktik.

 

TIPP: Erschaffen Sie Ihr eigenes Stellenprofil/Stellenangebot, auf das
       Sie sich bewerben. Dann wird das Bewerbungsschreiben für Sie
       konkreter und Sie können, wie gewohnt, eine zielgerichtete
       Bewerbung schreiben. Oder orientieren Sie sich an vergleichbaren
       Stellenangeboten von Konkurrenzfirmen!

 

Wenn Sie mehr als eine Initiativbewerbung verfassen möchten, machen Sie aber bitte nicht den alten Fehler: Keinen identischen Bewerbungseinheitsbrei für alle Unternehmen! Auch wenn es richtig aufwändig ist, jedes Mal neue Argumente, neue Motivation und neue Überzeugungsarbeit leisten zu müssen – es muss sein! Ein und dieselbe Textversion an alle Unternehmen verschicken, nennt man „Blindbewerbung“. Blindbewerbungen enthalten einen sehr allgemeinen „Sprech“, kratzen, wenn überhaupt, nur an der Oberfläche von Überzeugung und Motivation und werden erfahrungsgemäß in Nullkommanix aussortiert. Eine Initiativbewerbung funktioniert tatsächlich nur, wenn sie sehr konkret auf ein spezielles Unternehmen zugeschnitten wird.

Warum dort?

Diese Frage stellt sich jeder Chef: „Warum möchte er/sie ausgerechnet zu uns?“ Je besser und plausibler Sie diese Frage beantworten können, desto größer sind Ihre Chancen auf einen Bewerbungserfolg. Bei einer Initiativbewerbung bekommt diese Antwort noch eine größere Bedeutung, als in einer klassischen Bewerbung.


TIPP: Wenn Sie in dem einen oder anderen Social Media Profil
        unterwegs sind, vergessen Sie nicht, Ihr „Online-Ich“
        rechtzeitig aufzuräumen. Sie müssen auf jeden Bewerbungsfall
        damit rechnen, dass Ihr Name im Netz gesucht wird.
        Es hat sich in Chefetagen bewährt, einen Blick auf Facebook,
        Twitter und Co. zu werfen, um sich ein Urteil über die Bewerberin
        oder den Bewerber zu bilden. Bei einer Initiativbewerbung ist die
        Wahrscheinlichkeit, dass Sie genauestens unter die Lupe
        genommen werden, sogar noch höher.



Basics der Initiativbewerbung

Die Anrede bei einer Initiativbewerbung sollte unbedingt an eine konkrete Person erfolgen. Daher ist es unerlässlich, vorab telefonischen Kontakt aufzunehmen, um den Namen des entscheidenden Personalverantwortlichen zu erfragen. Schon allein dadurch grenzen Sie sich von den Massen- oder Blindbewerbungen deutlich ab. Im Text sollte dann zusätzlich der Firmennamen genannt werden - auch das ist in den Massentexten nicht üblich.


 

Besser keine Experimente

Eine erstklassige Bewerbung mit ansprechendem Design, guten Formulierungen und einem übersichtlichen Lebenslauf, der alle wesentlichen Daten und Fakten aufweist, wird jeden Personaler neugierig machen. Im besten Fall öffnen sich auf diese Weise Türen wie durch Zauberhand. Fügen Sie daher bei einer Initiativbewerbung ein individuelles Anschreiben und einen ausführlichen Lebenslauf bei. Auf Ihre Zeugnisse und sonstige Unterlagen können Sie im ersten Schritt jedoch verzichten. Verweisen Sie im Anschreiben darauf, dass Sie auf Wunsch Zeugnisse und weitere Unterlagen gerne nachreichen werden.

Andere Massenbewerbungsmittel, wie Flyer, Postkarten oder Bewerbungsunterlagen, die insgesamt nur eine DINA4-Seite aufweisen, wirken dagegen eher wie ein Streuartikel. Die Erfolgsquote in so einem Fall dürfte eher vernichtend gering sein und gegen Null tendieren. Also besser Hände weg von solchen Verzweiflungsaktionen.

Bei einer Bewerbung in Form eines Flyers oder einer Postkarte können Sie weder ausreichend auf Ihre eigenen Fähigkeiten, noch angemessen auf die Anforderungen des Unternehmens eingehen.

Auch bei Initiativbewerbungen können fertig formatierte Bewerbungsvorlagen helfen, Zeit zu sparen und Fehler zu vermeiden.

Fazit

Da es bei Initiativbewerbungen in der Regel keine Mitbewerber gibt, ist die Chance auf eine Einladung zum Vorstellungsgespräch durchaus gegeben. Bereiten Sie Ihre Initiativbewerbung durch gute Recherchearbeit vor und überlegen Sie sich schlüssige Argumente, warum Sie gerade dort arbeiten möchten. Verfassen Sie Ihre Bewerbung so individuell wie möglich, um sich von Massenbewerbungen positiv abzuheben.

 

Wer schreibt? Sabine Ratermann

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