Körpersprache im Vorstellungsgespräch:

Was Sie alles über sich verraten

 

Herzlichen Glückwunsch!
Denn wenn Sie zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wurden, dann konnte Ihre Bewerbung bereits einen guten Eindruck von Ihren beruflichen und persönlichen Eigenschaften vermitteln. Nun gilt es, mit derselben Professionalität und Überzeugung den nächsten Schritt für den angestrebten Job zu beschreiten.
 
Dass Ihre fachlichen Kompetenzen punkten konnten, hat Ihre Bewerbung bereits bewiesen. Jetzt ist Ihre persönliche Ausstrahlung bei zukünftigen Vorgesetzten und Kollegen entscheidend.
 
Verlassen Sie sich dabei in einem Bewerbungsgespräch nicht ausschließlich auf Ihre Qualifikationen. Wissenschaftliche Studien haben nämlich gezeigt, dass bei einem ersten Kontakt visuelle Eindrücke und unterbewusste Signale eine wichtigere Rolle spielen, als alle sachlichen Fakten und Argumente zusammen. Wer Körpersprache und Gestik geschickt einsetzten kann, mischt am Ende vorne mit.
 

Hollywood ist woanders

Dabei sollten Sie allerdings darauf verzichten, eine filmreife Leistung darzubieten. Bei einem Vorstellungsgespräch gilt es vielmehr darauf achten, dass Sie einen authentischen und überzeugenden Eindruck hinterlassen.


 

Sie sind eigenständig, selbstbewusst und genau die richtige Person für die ausgeschriebene Stelle? Dann sollten Sie auch durch Ihre Körpersprache vermitteln, dass Sie die richtige Besetzung für die angestrebte Position sind. Denn die aufrichtigsten Aussagen und schlüssigsten Argumente wirken fraglich, wenn gesprochenes Wort und nonverbale Kommunikation sich widersprechen.
 

Nichts spricht gegen eine Generalprobe

Ein bekanntes Sprichwort lautet „Aufrechte Haltung – Aufrechter Mensch“. Dieses Motto müssen Sie verinnerlichen. Überlegen Sie sich, wie Ihre Körpersprache zu dem passt, was Sie zu sagen haben. Untermauern Sie Ihre Worte mit kleinen, nachdrücklichen Gesten. Üben Sie einige Sätze und konzentrieren Sie sich auf Ihre Mimik. Kontrollieren Sie sich dabei selbst vor einem Spiegel oder mithilfe einer Kamera. Bitten Sie Freunde und Familie um eine Rückmeldung, ob Sie so beim Sprechen aufgeschlossen und sebstbewusst wirken. Mit etwas Übung können Sie im Vorstellungsgespräch erstaunliche Erfolge erzielen.
 

Lernen Sie Ihren Text

Sie sind überzeugt davon, auch in schwierigen Situationen souverän und konsequent reagieren zu können? Dann vermeiden Sie leises Nuscheln und eingesunkene Schultern zugunsten einer deutlichen, klaren Aussprache und einer offenen Körperhaltung.
 
Machen Sie sich bewusst, wie Sie sich „normalerweise“ verhalten und nutzen Sie die Chance, dies in der aufregenden Situation eines Bewerbungsgespräches auch entsprechend Ihrem Gegenüber zu vermitteln.

 
 


"Schau mir in die Augen..."

Sie halten sich für einen besonnen Menschen, der immer einen klaren Kopf behält? Dann lassen Sie Ihren Blick nicht nervös umherschweifen und halten Sie Ihre Hände unter Kontrolle. Denn hektisches Zupfen an der Kleidung und den Haaren wirkt ebenso wenig überzeugend, wie angespanntes, kleinlautes Stammeln.
 
Überlegen Sie sich vielmehr, was Sie mit Ihren Händen machen können, um sinnvoll das zu unterstreichen, was Sie sagen möchten. Scheuen Sie sich nicht vor Blickkontakt, wobei Sie jedoch bitte nicht starren sollten.
 
Sie sind der Meinung, dass Sie eine aufgeschlossene, interessierte und selbstbewusste Person sind? Dann stellen Sie sicher, dass Ihre Körperhaltung und Gestik genau das vermittelt. Jedoch hüten Sie sich davor, allzu locker und lässig oder gar aufdringlich zu erscheinen.
 
Die richtige Balance zwischen Authentizität und erfolgreicher Eigenwerbung zu finden, kann durchaus eine Herausforderung sein. Doch schließlich wollen Sie trotz Ihrer Schwächen zeigen, dass Sie in der Lage sind, einen guten Job zu machen.
 
Autorin: Sabine Ratermann
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